Die prekäre Verkehrslage bei Fahrten zum Schulzentrum sorgt für Ärger. Das Problem ist ein enger Tunnel mit Gegenverkehr, die VP hat einen Lösungsvorschlag.
Die Gemeinde Tullnerbach (St. Pölten) konnte sich als Schulstandort etablieren, rund 1.200 Kinder und Jugendliche besuchen den Campus Norbetinum mit Volksschule, Gymnasium und landwirtschaftlicher Fachschule. Doch die prekäre Verkehrslage bei Fahrten zum Schulzentrum sorgt für Ärger bei Pendlern, Eltern und Schülern.
Das Problem ist eine enge Bahnunterführung mit Gegenverkehr, stoßen Busse oder Lkw dazu, bildet sich langer Rückstau. „Wir wollen, dass auch die zweite Tunnelröhre für den Verkehr geöffnet wird und sammeln dafür Unterschriften", so VP-Gemeinderat Christian Schwarz. Diese Lösung würde zwar bis zu 400.000 € kosten, wäre dafür aber nachhaltig.
Schon zu Beginn des Schulstandortes Norbertinum im Jahr 2010 war der Tunnel ein Kriterium für die Genehmigung des Projektes seitens des Landes. Schon damals hätte man gewusst, dass die Kapazität nach oben nicht mehr viel Spielraum offen lässt.
Gymnasium soll neu gebaut werden
"2015 wurde die Volksschule erweitert und nun soll das Gymnasium neu gebaut und erweitert werden. Unserer Meinung nach wäre die hier vorliegende Variante, die südliche Tunneleinfahrt durch einen größeren Einfahrtsradius etwas übersichtlicher zu gestalten, zwar eine Verbesserung, aber weit entfernt von der tatsächlichen Problemlösung", so Christian Schwarz.
Und weiter: "Uns liegt eine Kostenschätzung von rund 150.000 Euro für das Verschwenken der Fahrbahn vor. Wenn, in wahrscheinlich wenigen Jahren, die Überblattung der zweiten Tunnelröhre notwendig wird, kann man aller Voraussicht nach, nur weniges von der jetzt geplanten Variante verwenden."
Ortschef Johann Novomestsky (eigene Liste) will stattdessen den Einfahrtsradius erweitern, dazu eine Ampellösung für größere Fahrzeuge: „Aber zuerst warten wir das Gutachten ab. Die zweite Röhre zu öffnen, ist wegen des Gehsteigs für Fußgänger, der geringeren Höhe und dem Bachbett technisch nicht möglich." (wes)