Fast drei Jahrzehnte nach dem Mord an Hip-Hop-Legende Tupac Shakur hat am Montag der lang erwartete Prozess in Las Vegas begonnen.
Der Angeklagte Duane Davis soll den Mord an dem damals 25-jährigen Rapper in Auftrag gegeben haben.
Laut Staatsanwalt Binu Pilal handelte es sich um eine Rachetat. "Am 7. September 1996 beteiligte sich Tupac Shakur öffentlich und vor laufender Kamera an einer erniedrigenden Prügelattacke auf Orlando Anderson, den Neffen von Duane Davis", erklärte der Ankläger.
Nur zweieinhalb Stunden später wurde der Musiker aus einem weißen Cadillac heraus niedergeschossen.
Davis habe zwar nicht selbst abgedrückt, aber er soll die Waffe an eine Person auf dem Rücksitz seines Wagens gegeben und dieser befohlen haben, auf Shakur zu schießen. Der auch als 2Pac bekannte Künstler war eine Schlüsselfigur in der damals tobenden Fehde zwischen Hip-Hop-Musikern von der West- und Ostküste der USA.
Jahrzehntelang kamen die Ermittlungen wegen mangelnder Beweise nicht voran. Das änderte sich 2019, als Davis seine Memoiren veröffentlichte.
Darin schilderte er, dass er am Tatabend vorne im Cadillac saß und den Männern auf der Rückbank eine Pistole gab. Alle anderen Insassen des Wagens sind inzwischen tot.
Im September 2023 wurde Davis schließlich festgenommen. Er distanziert sich mittlerweile von den Angaben in seinen Memoiren und beteuert seine Unschuld. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.