Am Tag nach dem dramatischen Ende einer Verfolgungsjagd in Floridsdorf, bei der ein flüchtiger 16-jähriger Motorradfahrer einen Polizisten überfuhr, sind nun mehr Details zum Tatverdächtigen bekannt geworden.
Am Tag nach dem dramatischen , bei der ein flüchtiger Motorradfahrer einen Polizisten überfuhr, sind nun mehr Details zum Tatverdächtigen bekannt geworden.
Beim Motorradfahrer, der auf den auf einem Zebrastreifen am Strebersdorfer Platz stehenden Polizisten (52) zuraste, handelt es sich um einen türkischen Staatsbürger. Bei dem Täter handelt es sich nicht, wie anfangs von der Polizei behauptet, um einen Teenager, sondern einen 29-Jährigen.
Häftling in Hirtenberg
Fakt ist aber: Der Verdächtige war in Niederösterreich, wie Polizeisprecher Roman Hahslinger im Gespräch mit "heute.at" erklärte. Er soll noch am Freitag befragt werden. Der Mann war wegen Eigentumsdelikten und Suchtgiftvergehen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.
Möglicherweise verleitete ihn dieser Umstand zu einer Kurzschlussreaktion, als Beamte ihn gegen 17.35 Uhr zur Kontrolle in der Jedleseer Straße anhalten wollten. Er raste auf der Yamaha davon.
Eine Viertelstunde später stellte sich der per Funk informierte Beamte dem Jugendlichen an der Kreuzung Rußbergstraße/Strebersdorfer Platz in den Weg. Sowohl der Motorradfahrer als auch der Polizist erlitten bei der folgenden Kollision schwere Verletzungen und wurden in Spitäler gebracht. Der Beamte war nach einer Notoperation zunächst außer Lebensgefahr. Motorrad nicht zugelassen, Pappdeckel als Nummerntafel
Das Superbike Yamaha R war nicht mehr für den Verkehr zugelassen, es war lediglich ein Pappdeckel daran befestigt. Ursprünglich lief die Zulassung auf einen Familienangehörigen. Der Tatverdächtige hatte beim Unfall ein Identifikationsdokument eines seiner Brüder eingesteckt.