Die "Bild"-Zeitung zitiert aktualisierte Zahlen der EU-Kommission, die beweisen, dass die türkische Regierung von 2014 bis Ende 2016 insgesamt 3,3 Milliarden Euro von der Europäischen Union erhielt. Der Zweck: die Vorbereitung des Landes auf den EU-Beitritt.
Gezahlt habe Ankara auch etwas: Nämlich 625 Millionen Euro für die Teilnahme an EU-Programmen. Bleiben netto 2,7 Milliarden Euro übrig, die als "Heranführungshilfe" in die Türkei flossen.
Größter Nutznießer
Und das ist nicht alles: Schon zwischen 2007 und 2013 zahlte die EU 4,13 Milliarden Euro. Damit ist die Türkei von allen Nicht-EU-Ländern der größte Nutznießer von EU-Geldern. Die 6 Milliarden Euro, die im Rahmen des Flüchtlingsdeals überwiesen wurden, noch gar nicht mitgerechnet.
Angesichts des kürzlichen Verfassungsreferendum in der Türkei, ist ein Beitritt des Landes zur EU aber in weite Ferne gerückt. Offiziell beendet wurden die Beitrittsverhandlungen zwar nicht, aus viele EU-Ländern kommen jedoch entsprechende Forderungen. Auch die Bevölkerung Europas ist großteils gegen einen EU-Beitrittder Türkei. (csc)