Die türkischen Behörden haben die von Österreich im April begehrte Auslieferung des Radikalislamisten Mohamed M. abgelehnt. Das berichtet der "Kurier" in seiner Donnerstag-Ausgabe. Der Islamistenprediger sei wieder auf freien Fuß gesetzt worden, sein Aufenthaltsort unklar.
Die türkischen Behörden haben die abgelehnt. Das berichtet der "Kurier" in seiner Donnerstag-Ausgabe. Der Islamistenprediger sei wieder auf freien Fuß gesetzt worden, sein Aufenthaltsort unklar.
"Die Türkei habe die Auslieferung "aus formalen Gründen abgelehnt", weil die Ermittlungen noch nicht weit genug waren, sagte die Sprecherin des Justizministeriums, Dagmar Albegger, dem "Kurier". Die Türkei habe eine fertige Anklage sehen wollen, die Staatsanwaltschaft Wien befinde sich aber erst im Zuge der Erhebungen.
"Wir können derzeit keine weiteren Schritte gegenüber der Türkei setzen, weil es eine rechtskräftige, gerichtliche Entscheidung der Türkei ist, die wir so akzeptieren müssen", sagte Albegger.
Der Austro-Islamist, der bereits wegen Bildung und Förderung einer terroristischen Vereinigung vier Jahre in österreichischer Haft war, war im März im türkischen Hatay verhaftet worden. Er wollte mit gefälschten Papieren nach Syrien einreisen. Auch ein internationaler Haftbefehl aufgrund von "Hasspredigten" lag gegen ihn vor.
Weitere Hetzvideos in Deutschland
Nach seiner Entlassung aus der österreichischen Haft, übersiedelte er im Jahr 2011 nach Deutschland und war dort weiterhin .
Der "Kurier" mutmaßt, Mohamed M. könnte sich jetzt erfolgreich nach Syrien abgesetzt haben, um im Bürgerkrieg gegen das Regime von Bashar Al-Assad zu kämpfen. Zu den Aufständischen gehören auch radikal-islamischen sunnitische Gruppen.