Türkei will Flüchtlinge in die EU durchwinken

Die syrische Armee hat bei Kämpfen um die Stadt Idlib auch 33 türkische Soldaten getötet. In Reaktion darauf, will die Türkei syrische Flüchtlinge nicht mehr an der EU-Grenze zurückhalten.

Die Türkei wird syrische Flüchtlinge nicht mehr an ihrer Grenze zur Europäischen Union zurückhalten. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen hohen Beamten.

Ömer Celik, Sprecher der Regierungspartei AKP, forderte, dass sich die Nato auf die Seite seines Landes stellen müsse und macht Druck auf Europa: "Unsere Flüchtlingspolitik bleibt dieselbe, aber hier haben wir Schwierigkeiten. Wir können die Flüchtlinge nicht mehr halten". Aktuell sollen sich bereits mehr als 3,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei aufhalten.

Der Grund für die jüngste Drohung: Bei einem Luftangriff durch die syrische Armee auf Rebellen in der nordwestlichen Grenzregion Idlib waren am Donnerstag 32 türkische Soldaten getötet und beinahe ebenso viele verletzt worden. Die Türkei kämpft auf Seiten der Aufständischen gegen die Truppen des Regimes von Baschar al-Assad.

Vergeltungsaktion

Präsident Recep Tayyip Erdogan will eine riesige Sicherheitszone an der Grenze auf syrischem Boden errichten. Assad, sowie die gesamte EU, erkennen diese Pläne aber nicht an. Es besteht die Befürchtung, dass dies eine Besetzung der Region durch türkische Truppen legitimieren würde. Die syrische Armee wird auf ihrem Vormarsch von Russland unterstützt.

Die Türkei will nun den Tod ihrer Soldaten rächen. In einer Vergeltungsaktion, "alle bekannten" Einrichtungen der syrischen Regierung mit Luftangriffen und Artillerie zu bombardieren.

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