Im März 2016 einigten sich die EU und die Türkei auf einen 1:1 "Flüchtlingstausch": Für jeden aus Griechenland in die Türkei zurück geführten Syrer wird ein anderer aus der Türkei in der EU angesiedelt. Doch das Verhältnis stimmt nicht.
Laut dem Bericht wurden seitdem 1.210 Migranten zurück in die Türkei geschickt. Doch gleichzeitig wurden 6.254 Syrer aus der Türkei auf 15 EU-Staaten aufgeteilt – also fast fünf Mal soviel.
Die EU-Kommission nennt als Hauptursache für die schleppenden Rückführungen die "langsame" Bürokratie der griechischen Behörden bei Asylverfahren: Pro Woche werden durchschnittlich nur 47 Entscheidungen getroffen, was auch zur Überfüllung der Flüchtlingslager beiträgt. (jm)