Nach dem Redeverbot für den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan bei einer Kundgebung in Köln hat eine türkische Zeitung Angela Merkel mit Hitlerbart und rechter erhobener Hand dargestellt. Erdogan hätte nach dem ursprünglichen Plan per Live-Schaltung zur Menge sprechen sollen.
Das Verbot der Live-Schaltung im Zuge der Pro-Erdogan-Demonstration in der Domstadt sorgte für viel Kritik. Das Oberverwaltungsgericht hatte die Beschwerde des Organisators verworfen und somit den Weg für ein Verbot geebnet. Erdogan sagte dazu am Freitag, dass Türken in Österreich und Deutschland das Recht zu demonstrieren, verwehrt werde.
Die türkische Zeitung "Aksam" reagierte mit einem Vergleich zwischen Merkel und Hitler auf das Verbot. "Heil Merkel" stand in großen Buchstaben auf der Titelseite, daneben ist Merkel mit einem Zweifingerbart, wie ihn der Diktator trug und mit erhobener rechten Hand zu sehen.
Grund dafür sei "Erdogan-Angst in Deutschland", schrieb die regierungsfreundliche Zeitung. Im Zuge des Leinwand-Streits wurde der Gesandte der deutschen Botschaft vom Außenministerium einbestellt.