Skandal-Rede: Erdogan wettert gegen Deutschland

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in seiner Rede Deutschland kritisiert und damit für Aufregung gesorgt. Darin nimmt Erdogan kein Blatt vor den Mund.

Seit Donnerstag ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit seiner Frau Emine zu Besuch in Deutschland. Nur einen Tag später sorgte er bei seiner Rede in Berlin für einen Skandal.

Das türkische Staatsoberhaupt übte an Deutschland heftige Kritik und wählte dabei äußerst scharfe Worte. Der 64-Jährige verurteilte, dass die Bundesrepublik Terroristen schütze, die Tausende Türken auf dem Gewissen hätten.

"Und die laufen hier einfach unbehelligt rum", so Erdogan. Zudem konnte er auch nichts mit der Rede des deutschen Präsidenten Frank-Walter Steinmeier anfangen. Darin hatte der Bundespräsident die Pressefreiheit und die Grundrechte in der Türkei bemängelt.

Ärger über Journalisten

Präsident Erdogan wollte dazu aber nicht näher eingehen und sagte nur: "Wir haben doch schon heute morgen darüber gesprochen." Bei seiner Ansprache am Rednerpult ließ es sich der 64-Jährige auch nicht nehmen, über Journalisten zu schimpfen, die in der Türkei verfolgt werden.

"Wenn diese Journalisten sich terroristisch betätigen, wie kann man sie dann noch verteidigen", fragte Erdogan ungläubig. Erst am Ende der Rede fand er wieder versöhnliche Worte. Darin äußerte er auch seine Liebe zu Deutschland.

Erdogan zitierte darin den ehemaligen deutschen Kanzler Otto von Bismarck und versicherte:"Die Liebe der Türken und Deutschen zueinander ist so alt, dass sie niemals zerbrechen wird."

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