Künftig werden Greifvögel über dem sechsten Wiener Gemeindebezirk kreisen: Im Rahmen des Projekts "AIRbase Mariahilf" der Bezirksgrünen sind am Dienstag fünf Falkenfindlinge im Turm der Kirche St. Aegyd angesiedelt worden. Dabei handelt es sich um circa drei Wochen alte Tiere, die aus ihren Nestern gefallen sind und in der niederösterreichischen Eulen- und Greifvogelstation Haringsee abgegeben wurden. Nun sollen sie in Mariahilf ein neues Zuhause finden.
Künftig werden Greifvögel über dem sechsten Wiener Gemeindebezirk kreisen: Im Rahmen des Projekts "AIRbase Mariahilf" der Bezirksgrünen sind am Dienstag fünf Falkenfindlinge im Turm der Kirche St. Aegyd angesiedelt worden. Dabei handelt es sich um circa drei Wochen alte Tiere, die aus ihren Nestern gefallen sind und in der niederösterreichischen Eulen- und Greifvogelstation Haringsee abgegeben wurden. Nun sollen sie in Mariahilf ein neues Zuhause finden.
"Das wesentliche Ziel ist es, die Natur in die Stadt zu bringen", erklärte Susanne Jerusalem, die grüne Bezirksvorsteherstellvertreterin in Mariahilf. Im Vorjahr wurden bereits zwei Bienenstöcke am Dach eines Hotels angesiedelt. Als nächstes wollen sich die Mariahilfer Grünen den Fledermäusen annehmen.
Greifvögel werden Tauben vertreiben
Im ersten Monat werden die jungen Falken von St. Aegyd vom Tierpfleger Gregor Hirsch versorgt. Auf ihrem Menüplan stehen vor allem Mäuse. Sie fressen aber auch Regenwürmer, Käfer, Sperlinge und sogar Jungtauben.
Zusätzlich vertreiben die Greifvögel mit ihrer Anwesenheit Tauben: "Diese fühlen sich in der Nähe von Falken nicht wohl", so Hirsch. Die kleinen Falken sind auch schon neugierig: "Sie erkunden bereits die Umgebung."
"Ich finde sie sehr lieb", sagt der Pfarrer
Pater Klaus Costabiei gefallen seine neuen "Haustiere": "Ich finde sie sehr lieb", erklärte er, nachdem er einen der Vögel halten durfte. Im Herbst werden die Turmfalken ihre Reise nach Afrika antreten, wo sie überwintern.
AIRbase-Projektleiter Roland Gombotz hofft, "dass im Frühjahr ein Männchen an seinen Heimatstandort zurückkehrt und mit einem Weibchen für Nachwuchs sorgt."
APA/red.