Die 37-jährige Nina Farooqi hatte Last-Minute-Karten für das Spiel gegen Dänemark gewonnen, erschummelte sich ihren Weg nach Wembley. Denn sie meldete sich bei ihrem Chef krank, um von Leeds nach London zu fahren.
Blöd nur, dass sie sehr prominente Plätze hatte und bei den Kamera-Schwenks ins Publikum deutlich zu sehen war.
Am Tag nach dem euphorischen Jubel über den Aufstieg ins Finale kam der ernüchternde Anruf ihres Arbeitgebers: "Sie sagten, sie hätten gesehen, dass ich beim Spiel gewesen war. Ich war ehrlich, warum ich es tat. Aber mir wurde keinerlei Verständnis entgegengebracht und sie haben gesagt, das war's!"
Farooqi dachte, dass ihr Schwindel bei 60.000 Fans im Stadion nicht auffallen würde, doch: "Wir waren überall in den Nachrichten, mein Gesicht war auf jedem Fernsehbildschirm auf der ganzen Welt."
Ihre Entlassung nimmt sie gelassen: "Ein bisschen Bedauern ist da, niemand will gefeuert werden. Aber ich hätte es auch gehasst, es verpasst zu haben. Ich würde es noch einmal machen. Fußball ist mein Leben."