Szene

TV-Moderatorin ermutigt Vergewaltigungsopfer

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:28

Seit der Urteilsverkündung im Sex-Prozess gegen Gina-Lisa Lohfink - sie wurde schuldig gesprochen - melden sich zahlreiche prominente Unterstützer und zeigen ihre Solidarität gegenüber dem verurteilten Model. Auch TV-Moderatorin Marlene Lufen schaltet sich nun ein und berichtet von ihren persönlichen Erfahrungen.

Seit der - sie wurde schuldig gesprochen - melden sich zahlreiche prominente Unterstützer und zeigen ihre Solidarität gegenüber dem verurteilten Model. Auch TV-Moderatorin Marlene Lufen schaltet sich nun ein und berichtet von ihren persönlichen Erfahrungen.
wurde am Montag (22.8.) wegen falscher Verdächtigung verurteilt und erhielt eine Geldstrafe von 20.000 Euro, weil sie zwei junge Männer der Vergewaltigung bezichtigt hatte. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat jedoch entschieden, dass der Geschlechtsverkehr nicht erzwungen wurde und die 29-Jährige die beiden Männer somit zu Unrecht beschuldigt hätte - obwohl ein Video vorliegt, in dem deutlich zu erkennen ist, wie Lohfink "Nein!" und "Das will ich nicht" sagt. 

, melden, hat nun ebenfalls "Sat.1-Frühstücksfernsehen"-Moderatorin Marlene Lufen auf Facebook von einem schrecklichen Erlebnis berichtet und will damit Frauen, denen ähnliches widerfahren ist, ermutigen.

Sie schreibt: "Als Journalistin muss ich das Gerichtsurteil gegen Gina-Lisa Lohfink neutral betrachten, ich schreibe hier also als Privatperson. Millionen Frauen werden dieses Urteil als Warnung verstehen: Wenn Dir so etwas passiert, geh nicht zur Polizei! Als ich 19 war, hat ein Mann versucht mich zu vergewaltigen. Er war Fotograf, ich war allein mit ihm im Studio, er hat sich auf mich gestürzt, sich auf meine Schultern gestemmt und auf eine Liege gepresst. Meine Gegenwehr hat ihn angespornt. Alles wie im Film, unwirklich, brutal. Nur weil ich mental und vor allem körperlich stark genug war, konnte ich mich befreien und aus dem Haus fliehen. Bin ich danach zur Polizei gegangen? Nein. Bin ich zum Arzt gegangen, um meine Blessuren zu dokumentieren? Nein. Habe ich ihn angezeigt? Nein. Ich habe meine Eltern und meinen Freund angefleht, nichts zu unternehmen. Ich wollte einfach nur ganz schnell vergessen. Seit 20 Jahren mache ich mir Vorwürfe, dass ich ihn damit habe durchkommen lassen..."

Frauen müssen wach gerüttelt werden

Dadurch hofft die Moderatorin, trotz des andere Frauen zu ermutigen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Auch Alice Schwarzer äußerte bereits ähnliche Sorgen: Schon jetzt würden die wenigsten Vergewaltigungsopfer die Tat zur Anzeige bringen, nach dem Urteil befürchtet die Frauenrechtlerin, dass Betroffene noch mehr eingeschüchtert werden.

Lohfink hat indessen bereits angekündigt, die Geldstrafe von 20.000 Euro nicht akzeptieren zu wollen und ) zur Programmsuche und den wichtigsten News rund um Kino, TV & Stars!

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