TV-Pfarrer wandert nach Liechtenstein aus

Als singender Pfarrer wurde Franz Brei berühmt. Nun wirft er in seiner Gemeinde Unterlamm (Stmk.) das Handtuch. Anrainer zeigten Hochwürden an, weil die Kirchenglocken zu laut bimmeln.

Seine Karriere als Sänger führte ihn in den siebenten Himmel: 2009 wurde TV-Pfarrer Franz Brei aus Unterlamm (Stmk.) Dritter beim "Grand Prix der Volksmusik", er verkaufte Tausende CDs. Vergangene Woche erschien sein neues Album, "Marienlieder". Doch nun wurde der himmlische Troubadour unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt. In seiner Gemeinde eskalierte ein Streit über die Lautstärke der Kirchenglocken.

Brei soll das Bimmeln der zwei größten Glocken verboten werden. Beim Landesgericht Graz ging sogar eine Anzeige gegen den Priester ein. Pfarrer Brei reicht es: "In dieser vergifteten Atmosphäre kann ich nicht mehr arbeiten." Hochwürden wandert aus. Der gebürtige Vorarlberger will sich schon nächste Woche in seine Heimat-Diözese Vaduz in Liechtenstein zurückziehen.

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