TV-Prediger sammelt Spenden für Privatjet

"Jesus würde auch mit einem Flugzeug fliegen", begründet TV-Prediger Jesse Duplantis die Anschaffung – seine Schäfchen müssen dafür tief in die Tasche greifen.
Der christliche TV-Prediger Jesse Duplantis (68) aus Destrehan im US-Bundestaat Lousiana hat seine internationale Glaubensgemeinschaft aufgerufen, Spendengelder für einen guten Zweck zu sammeln: Mit dem Geld will Duplantis einen Privatjet kaufen, "damit wir überall auf dieser Welt ohne Zwischenstopp hinreisen können."

Kein allzu bescheidenes Ziel, doch Duplantis ist guter Dinge, dass sich seine Kirchengemeinde auch dieses Mal wieder von ihrer spendablen Seite zeigen wird: Immerhin hat sie auch schon seine drei vorherigen Privatjets finanziert.

"Wisst ihr, ich habe in meinem Leben schon drei verschiedene Jets besessen und bin geflogen und geflogen und habe sie alle für den Herrgott verbraucht", erklärt der 68-Jährige in einem Video auf seiner eigenen Website.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. "Auch Jesus würde mit Flugzeug fliegen"

"Ich glaube fest, dass wenn Jesus heutzutage auf Erden wandeln wurde, würde er nicht auf einem Esel reiten", rechtfertigt sich der Amerikaner darin: "Er würde mit einem Flugzeug das Evangelium auf der ganzen Welt verbreiten".

Doch Duplantis selbst will das Wort Gottes nicht mit irgendeinen Flugzeug in die Welt hinaustragen. Nein, ein topmoderner Dassault Falcon 7X um satte 54 Millionen US-Dollar soll es werden. Mit dessen rund 11.000 Kilometern Reichweite pro Tankfüllung müsse er endlich nicht mehr die "exorbitanten Preise für Kerosin im Rest der Welt" stemmen.

Offenbar greift der christliche Prediger auch schon nach den Sternen. In dem Twitterbeitrag zu seiner Sendung (siehe oben) stellt er seine früheren Privatjets mittels "Ahnengalerie" vor.

Im vierten Bilderrahmen findet sich aber nicht der angepeilte Falcon 7X, sondern ein Bild des Raumschiffs "Enterprise" aus der Serie "Star Trek". Darüber prangert ein Poster mit Duplantis in Sternenflotten-Uniform. Schon zuvor hatte er sich in einem Blogbeitrag als großer Fan der Serie geoutet.

Ein "Haufen Dämonen" an Bord

Der 68-Jährige ist aber nicht der einzige US-amerikanische TV-Prediger, der gerne bequem reist. Auch Kenneth Copeland aus Texas hatte sich vor einigen Jahren einen Privatjet um 36 Millionen Dollar gegönnt – ebenfalls finanziert aus Spenden.

In dessen Sendung erklären er und Duplantis die Notwendigkeit eines eigenen Fliegers folgendermaßen, wie die "Washington Times" berichtet: Kommerzielle Flüge wären gefüllt mit einem "Haufen Dämonen", die ihren dichten Terminkalender mit Anfragen um gemeinsame Gebete überlasten würden. (red)

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