Österreich zählt immer noch zu den sichersten Ländern weltweit. Die Statistik zeigt: Zwar stieg die Kriminalität zuletzt, allerdings sinkt die Rate beständig.
Trotz relativ geringer Kriminalitätsraten fühlen sich die Österreicher zunehmend unsicher. Zahlen belegen: Das ist nicht nötig! Denn: Im 10-Jahresvergleich sank die Kriminalitätsrate, und es werden immer mehr Fälle aufgeklärt.
Insgesamt verzeichnete die Polizei im Vorjahr 537.792 Fälle - um 55.000 mehr Delikte als im Jahr zuvor, aber: mit 45,9 Prozent konnte im Vorjahr die höchste Aufklärungsrate erzielt werden.
Wer sind die Täter?
85 Prozent der Täter warem im Jahr 2015 Männer, nur 14,5 Prozent der rechtskräftig Verurteilten Frauen. 60 Prozent aller Verurteilten waren österreichische Staatsbürger. Die größte Altersgruppe stellten zwischen 16 und 24-Jährige (16.619 Delikte).
Weniger Einbrüche
Einbruchsdiebstähle in Häuser und Wohnungen sind im Vergleich zum Vorjahr dramatisch gesunken (um 16,4 %). Bei mehr als der Hälfte der Fälle blieb es beim versuchten Einbruch.
Gestiegen ist die Zahl der Cyberkriminalität - und zwar um 31 Prozent. Dazu zählen Datenhacks bis hin zu Hasspostings und Kinderpornographie im Netz.
In Wien animiert jeder vierte Autofahrer zum Einbruch
Zurückgegangen sind auch die Anzeigen wegen Kfz-Diebstahls (2.994 angezeigte Fälle, minus 10 Prozent) .
Eine aktuelle Erhebung des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) in allen neun Bundeshauptstädten zeigt, dass Österreichs Autofahrer in ihren Autos gerne Wertgegenstände sichtbar aufbewahren. "Bei einer österreichweiten Erhebung von mehr als 7.000 Kfz wurden in jedem dritten parkenden Auto (Wien: 25 Prozent) Wertgegenstände entdeckt. Gefüllte Einkaufstragtaschen, wertvolle Kleidung, Schlüssel, USB-Sticks, nicht eingebaute Navigationsgeräte und Handtaschen wurden am häufigsten vorgefunden", so Othmar Thann, Direktor des KFV. Letztere wirken auf Einbrecher besonders verlockend, weil sich darin Bargeld und wertvolle Dokumente vermuten lassen.
Im Bundesländervergleich wurden in der Stadt Klagenfurt in den meisten Autos Wertgegenstände sichtbar vorgefunden (60 Prozent). Am achtsamsten sind Kfz-Lenker in Innsbruck (14 Prozent), in Wien animiert jeder Vierte zum Einbruch. Zu finden waren Wertsachen vorwiegend auf dem Rücksitz (42 Prozent) und auf der Vorderablage (30 Prozent). (red)