Sportmix

Tyson-Beichte: Betrog mit falschem Penis und Baby-Urin

Skandal-Boxer Mike Tyson lässt mit einer Beichte aufhorchen. Er habe bei Dopingtests mit einer besonders widerlichen Methode betrogen.
Sebastian Klein
10.11.2020, 21:14

Mike Tyson steigt zurück in den Ring. Die Sportwelt fiebert dem großen Comeback entgegen. Am 28. November tritt der 54-Jährige in einem Showfight gegen Roy Jones Jr. im Staples Center in Los Angeles an.

Der Skandal-Fighter

58 Kämpfe, 50 Siege, 44 per K.o. und nur sechs Niederlagen – Tyson ist eine Box-Legende. Dass seine Rückkehr auf die große Bühne hohe Wellen schlägt, liegt aber nicht nur an seinen sportlichen Errungenschaften. Der US-Amerikaner handelte sich mit seinen zahlreichen Eklats den Ruf des Skandal-Boxers ein. "Iron Mike" wurde 1992 der Vergewaltigung beschuldigt, zu sechs Jahren Haft verurteilt, drei davon auf Bewährung. Er verlor alle Titel. Nach der Freilassung kämpfte er wieder, schrieb 1997 negative Sportgeschichte, als er seinem Gegner Evander Holyfield in der dritten Runde ein Stück des rechten Ohres abbiss. Er wurde disqualifiziert, ein Jahr gesperrt. Als wäre ein Mal nicht absurd genug gewesen, biss er 2002 erneut zu. Dieses Mal vor dem Kampf gegen Lennox Lewis während einer Prügelei bei der Pressekonferenz.

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Drogensucht vertuscht

Tyson war schon während seiner Karriere den Drogen nicht abgeneigt. Er konsumierte Kokain und Marihuana. Um bei Dopingkontrollen nicht aufzufliegen, griff er zu einem ganz besonderen Mittel. In seinem 2013 erschienenen Buch "The Undisputed Truth" schilderte er, wie er eine Penis-Prothese verwendete, um die Doping-Jäger zu narren.

Nun schärfte er nach. In seinem Podcast "Hotboxin" erklärt er, welche Funktion die Prothese genau hatte. Im Gespräch mit UFC-Vizepräsident Jeff Novitzky sagt Tyson: "Ich habe den Urin meines Babys hineingelegt. Und manchmal benutzte ich einmal die meiner Frau und meine Frau sagte: 'Baby, du solltest besser nicht hoffen, dass es wieder schwanger wird oder so.' Und ich sagte: 'Nein, also werden wir dich nicht mehr benutzen, wir werden das Kind benutzen.'"

Der Boxer gab also den Urin seines Babys, weil in seinem Spuren von Kokain und Marihuana zu finden gewesen wären. Die Flüssigkeit habe er in einen falschen Penis geleert, mit dem er schließlich das Gefäß der Doping-Fander gefüllt habe. Selbst viele seiner Fans reagieren angewidert ob der Methode, sein eigenes Kind zum Vertuschen des eigenen Drogenkonsums zu missbrauchen.