Eine kaputte U4-Garnitur ließ sich am Mittwoch um 7.40 Uhr in der Station Friedensbrücke nicht mehr nach vorne bewegen. Die Fahrerin ging einfach ans andere Ende und fuhr ohne Halt zurück nach Heiligenstadt. Die Passagiere wurden darüber nicht informiert.
Ein U4-Zug blieb um 7.40 Uhr in der Station Friedensbrücke liegen, wollte sich nicht weiter Richtung Hütteldorf bewegen. Sieben Minuten später packte die Fahrerin ihre Handtasche, ging ans andere Ende des Zuges. "Durchsagen hat es keine gegeben, wir wussten nicht, was los ist," beschwert sich Öffi-Nutzerin Ulrike G.
Plötzlich gehen die Türen zu, der Zug rollt an. Aber in die falsche Richtung: Die Garnitur fährt zurück nach Heiligenstadt. "Wir dachten, wir können in Spittelau aussteigen, aber dort sind wir durchgefahren", ist G. empört. "Erst in Heiligenstadt konnten wir aussteigen."
Laut Augenzeugen stiegen mehr als 120 Passagiere aus dem Zug aus, die Wiener Linien sprechen von weniger Betroffenen: "In einem Teil des Zuges sind die Lautsprecher ausgefallen. Daher konnten wir nicht alle Fahrgäste informieren", erklärt Sprecherin Anna Reich und weist auf die Notruf-Anlagen bei den U-Bahn-Türen hin. "Fühlen sich Fahrgäste uninformiert, können sie so direkt mit dem Fahrer Kontakt aufnehmen."
Andreas Huber