Die Geschwindigkeit der U2 muss nach dem Schottenring gedrosselt werden, weil sich der Lärm stärker auf das dicht besiedelte Gebiet an der Oberfläche ausbreitet, als bei der Planung berechnet.
muss nach dem Schottenring gedrosselt werden, weil sich der Lärm stärker auf das dicht besiedelte Gebiet an der Oberfläche ausbreitet, als bei der Planung berechnet, wie der "Standard" berichtet.
Von den Zügen verursachte Schwingungswellen würden zu Schallschutzproblemen zwischen den Haltestellen Schottenring und Taborstraße führen, heißt es in einer Anweisung der Wiener Linien.
Um die Anrainer zumindest abends und nachts vor dem erhöhten Lärmpegel zu schützen, wurde mit Mittwoch zwischen den beiden Stationen eine Langsamfahrstelle eingerichtet: Von 19.00 Uhr bis 6.30 Uhr dürfen die Fahrer ihre Garnituren Richtung Karlsplatz nur mehr mit höchstens 60 km/h bewegen, Richtung Seestadt sind nur mehr 40 km/h erlaubt.
Fachleute sollen nun entsprechende Messungen durchführen und Maßnahmen vorschlagen.
Die Röhre der Linie U2 befindet sich bei der Station Schottenring in etwa 25 Meter Tiefe. Im Zuge der Verlängerung bis zur Station Stadion wurde ab 2003 ein komplett neuer Tunnel unter die U4-Trasse und den Donaukanal getrieben.
Die Stadt erhofft sich durch den Ausbau der U2 einen Impuls für das Donaustädter Stadtentwicklungsgebiet Flugfeld Aspern, das inzwischen unter der Marke "Seestadt" firmiert. Die ersten Wohnungen werden dort im kommenden Jahr bezogen. Da es allerdings noch dauern wird, bis das Viertel einigermaßen dicht besiedelt ist, wird die U2-Verlängerung einstweilen in einer etwas abgespeckten Version geführt. So fährt bis auf Weiteres nur jeder zweite Zug von der Aspernstraße bis in die Seestadt.
Infrastrukturministerin Doris Bures,Vizebürgermeisterin Renate Brauner sowie Wiener Linien Geschäftsführer Günter Steinbauer und Bezirksvorsteher Norbert Scheed gesellten sich am Publikumstag in die U-Bahn. Bei jeder der neuen Stationen gab es eine Attraktion. Unter anderem bei Aspern Nord die Enthüllung eines Kunstwerks von Stephan Huber (siehe Video).
U-Bahnnetz wächst
Die lila U-Bahn-Line U2 wächst jedenfalls sukzessive. Im Vorfeld der Fußball-EM wurde sie zuerst vom Schottenring bis zum Ernst-Happel-Stadion verlängert. Schon zweieinhalb Jahre später fuhr sie bereits über die Donau und damit in wichtige Siedlungsgebiete der Donaustadt - eben bis zur Aspernstraße.
" Zuletzt war jedoch auch überlegt worden, die U2 auf den Wienerberg zu führen und die Variante Gudrunstraße einer U5 zu überlassen, falls diese jemals kommen sollte.