Wien

Trällern die U-Bahn-Stars bald in allen Öffi-Stationen?

Laut Rechnungshof kommen die U-Bahn-Stars bei den Fahrgästen, die niedrigen Kosten bei den Prüfern in Wien gut an. Die Aktion soll ausgeweitet werden.
Thomas Peterthalner
16.03.2022, 12:53

Musik in der U-Bahn gefällt auch den Buchprüfern des Stadtrechnungshofes. Die Kosten von durchschnittlich 28 Euro pro Auftritt der U-Bahn-Stars seien "im Rahmen" heißt es, die Finanzprofis empfehlen sogar eine Ausweitung auf weitere Verkehrsknotenpunkte in Wien. Im Vorjahr sah sich der Rechnungshof die U-Bahn-Stars genau an. An acht Locations in verschiedenen Stationen traten 82 Musiker aus 23 Nationen auf. 

Nur 49 CDs in zwei Jahren verkauft

Die "U-Bahn-Stars" bekamen für ihre Auftritte ausschließlich freie Spenden vom Publikum, welche sie gemäß Teilnahmebedingungen einbehielten. Als zurechenbaren Erlös hatte die Wiener Linien von 2018 bis 2020 den Verkauf von 49 CDs der "U-Bahn-Stars" über den Shop um insgesamt 1.220,10 EUR verbucht.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Bessere Abgrenzung

Als mögliche Verbesserungsmaßnahme wurde teilweise eine Abgrenzung der Fläche für Zuhörerinnen bzw. Zuhörer festgestellt, um einen reibungslosen Fahrgastfluss zu gewährleisten. 

Mehr Shows in Flächenbezirken

Zusammenfassend stellte der Stadtrechnungshof Wien fest, dass die Aktion "organisatorisch gut etabliert war und eine Erhöhung des Fahrgastkomforts" darstellte.  Die "U-Bahn-Stars" werden als sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig bewertet. Zur weiteren Attraktivierung des Fahrgastkomforts in den Flächenbezirken empfahl der Stadtrechnungshof Wien, die Erweiterung der "U-Bahn-Stars" auf Verkehrsknotenpunkte in den Flächenbezirken zu evaluieren.