U-Bahn-Test: "Isst da wer?"

Der "Heute"-Lokalaugenschein am ersten Tag des Essverbots zeigt: Es wird weiter geschmatzt, einige Wiener zeigen aber Verständnis für das Verbot.
U3 Zieglergasse: Die U-Bahn fährt ein. Am Fenster klebt ein Sticker mit durchgestrichenen Speisen. Das Essverbot ist da! Aber halten sich die U-Bahn-Fahrer daran? Neben mir macht ein Mädchen Selfies mit dem Verbotsschild. Essen traut sich hier aber niemand.

Ich steige um in die U2 Volkstheater, fahre bis zur Uni. Dort treffe ich Manuel mit einer Dose Cola in der Hand, die ist erlaubt. Von dem Verbot weiß er nichts, will sich davon auch nicht vom Essen abhalten lassen. Strafen gibt es vorerst keine, erkläre ich ihm. Man werde nur aufgefordert, die U-Bahn zu verlassen.

Bahnsteig U2 Schottentor: Hier scheint keiner Zeit fürs Essen zu Hause zu haben. So wie der namenlose Student, der mit einem Kipferl in die U-Bahn einsteigt: "Der Fahrkomfort wird durch dieses Verbot reduziert", schmatzt er – und fährt ab. Siglinde (79) kommt von der Arbeit im Obdachlosenheim. Sie isst eine Pizzaschnitte – aber nicht in der U-Bahn. "Wir brauchen wohl die Regeln", sagt sie. Auch in Bim und Bussen wird das Essen bald ein Ende haben, ist sie sicher.





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