Für manche Nutzer der U6 startete die Woche mit einer Geduldsprobe. Aufgrund von Sanierungsarbeiten an den Brückentragwerken ist die U6 bis 27. August nur geteilt unterwegs. Zwischen Alterlaa und Am Schöpfwerk wurde eine Ersatzbuslinie eingerichtet. Vor den Ausgängen der Stationen weisen Schilder auf die Busse hin. Wirklich nötig sind diese Hinweise aber nicht. Die Station der Ersatzlinie ist leicht an der Menschentraube zu erkennen, die in der Sommerhitze auf ihre Mitfahrgelegenheit wartet.
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Die Ersatzbusse sind zwar fleißig unterwegs, es gibt aber zwei Probleme: Zum einen fasst ein Bus weit weniger Passagiere als eine U-Bahn-Garnitur. Wer sich also nicht einen Platz im ersten eintreffenden Bus erkämpfen und bei der Sommerhitze zumindest eine handbreit Platz im Bus haben will, muss den nächsten oder übernächsten U6E abwarten. Und zum zweiten müssen sich die Busse durch den (Früh-)Verkehr stauen. Die Ausweichroute führt unter anderem über die dicht befahrene Altmannsdorfer Straße. Das bringt weitere Verzögerungen.
Die Folge: Statt mit der U-Bahn in knapp 3 Minuten von Alterlaa zum Schöpfwerk zu zischen, brauchte man am Montag nach Stoßzeit und mit bereits abflauendem Frühverkehr auf den Straßen etwa 30 Minuten für die eine Station.
Nicht nur für Nutzer der U6 hat dieser Sommer ein paar Härten im Talon: Schon seit 1. Juli wird etwa die U4 geteilt geführt. Sie fährt bis 30. Juli nicht zwischen Schwedenplatz und Schottenring. Als Alternative müssen Öffi-Fahrer auf die Linien 1 und U2Z ausweichen. Die viel frequentierte Vorortlinie S 45 ist zwischen Hernals und Heiligenstadt den ganzen Sommer über gesperrt. Sie fährt erst ab 5. September wieder.