Über 200 IS-Massengräber im Irak entdeckt

Im Irak wurden Massengräber mit etwa 12.000 Toten gefunden.
Im Irak wurden Massengräber mit etwa 12.000 Toten gefunden.Bild: picturedesk.com
In früheren IS-Gebieten wurden UN-Angaben zufolge rund 200 Massengräber mit bis zu 12.000 Leichen gefunden.

Aus dem neuesten Bericht der UN-Mission im Irak (UNI) geht hervor, dass in den früheren Gebieten der Jihadistenmiliz im Irak mehr als 200 Massengräber mit bis zu 12.000 Opfern der Extremistengruppe entdeckt wurden. Um den hinterbliebenen Familienmitgliedern Gewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen geben zu können, sollen die Grabstätten vollständig ausgehoben und die Todesopfer exhumiert werden.

"Die in unserem Bericht dokumentierten Massengräber zeugen von grauenhaften menschlichen Verlusten, schwerem Leiden und schockierender Grausamkeit", sagte UN-Gesandte für den Irak, Jan Kubis.

Bisweilen wurden dem UNO-Bericht zufolge erst 28 der 202 entdeckten Gräber aufgemacht: Darin befanden sich 1.258 Leichen. Die Massengräber könnten "wichtiges forensisches Material enthalten", das helfen könnte, die Details der IS-Verbrechen aufzudecken.

In den kommenden Monaten könnten noch mehr Stätten freigelegt werden, wird im Bericht gewarnt. Fast die Hälfte aller Standorte befinden sich in der Provinz Ninive, wo einst die irakische Hauptstadt Mosul lag und die Dschihadisten Massen-Gräueltaten gegen die jesidische Minderheit begangen haben.

Die restlichen Grabstätten sollen sich in den nördlichen Regionen von Kirkuk und Salaheddin oder Anbar im Westen befinden.

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(red)

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