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Über 200 nach Fährunglück gerettet

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:36

Eine Fähre mit mehreren Hundert Menschen an Bord ist am Donnerstag vor Papua-Neuguinea gesunken. Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard erklärte, nach bisherigen Informationen seien zur Unglückszeit offensichtlich 350 Menschen auf der "MV Rabaul Queen" gewesen.

Eine Fähre mit mehreren Hundert Menschen an Bord ist am Donnerstag vor Papua-Neuguinea gesunken. Nach offiziellen Angaben konnten mindestens 240 der mehr als 300 Menschen an Bord gerettet werden.

Acht Handelsschiffe seien der sinkenden Fähre zur Hilfe gekommen, fünf davon hätten die Überlebenden aufgenommen, teilte die australische Schifffahrtsbehörde am Donnerstag mit, die bei der Koordinierung der Rettungsarbeiten hilft. Auf den Handelsschiffen sollen sich demnach 240 Gerettete befinden.

Berichte über mögliche Todesopfer lagen zunächst nicht vor. An Bord sollen sich jedoch bis zu 350 Passagieren befunden haben. "Wir sind optimistisch, dass die Rettung dank der großen Hilfe gut verlaufen wird", sagte die Sprecherin. Die See sei relativ ruhig und die Sicht gut, dies erleichtere die Rettungsaktion, an der sich auch Australien beteilige.

Die Reederei Star Ships hatte mitgeteilt, sie habe in der Früh den Kontakt zur "MV Rabaul Queen" verloren. Das Schiff sei zwischen den Küstenstädten Kimbe auf der Insel New Britain und Lae auf Papua-Neuguinea unterwegs gewesen. Die Fähre soll ein Notsignal gesendet haben. Der Unglücksort befinde sich etwa 80 Kilometer vom Zielhafen Lae entfernt.

Rätseln über Ursache

Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar. Sowohl schlechtes Wetter, zu viele Passagiere an Bord oder ein Schaden an der Fähre könnten für den Untergang verantwortlich sein, sagte der Chef des Katastrophenschutzzentrums von Papua-Neuguinea, Martin Mosi.

Die Bucht von Kimbe zieht als Taucherparadies Touristen aus aller Welt an. Ausländer sollen offenbar nicht an Bord der Fähre gewesen sein, teilte das australische Außenministerium unter Berufung auf Angaben des weiter im Norden liegenden Papua-Neuguineas mit.

Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard erklärte, Australien sei von Papua-Neuguinea um Hilfe gebeten worden und komme dieser Bitte nach. Sie sprach von einer "größeren Tragödie".

Das Unglück kommt nur knapp zwei Wochen nach dem vor der italienischen Insel Giglio, bei der mindestens 17 Menschen ums Leben kamen.

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