Über 22.000 Jugendliche halfen bei Stadtgestaltung

Das Interesse an der "Werkstadt Junges Wien" übertraf alle Erwartungen. Auch die Kinder der zweiten Klasse der OVS Linzer Straße machten mit und übergaben Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) ihre Workshop-Ergebnisse.
Das Interesse an der "Werkstadt Junges Wien" übertraf alle Erwartungen. Auch die Kinder der zweiten Klasse der OVS Linzer Straße machten mit und übergaben Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) ihre Workshop-Ergebnisse.Bild: PID/Martin Votava
Im Rahmen der "Werkstadt Junges Wien" konnten Kinder und Jugendliche Wünsche zur Gestaltung der Stadt äußern. Deren Interesse hat alle Erwartungen übertroffen.
"Die 'Werkstadt Junges Wien' hat alle Erwartungen übertroffen", freut sich der Wiener Jugendstadtrat und Initiator der "Werkstadt Junges Wien", Jürgen Czernohorszky (SPÖ). Von Februar bis April haben exakt 22.581 Kinder und Jugendliche in 1.309 Workshops bei Wiens größtem Mitmach-Projekt teilgenommen. "Wir haben uns das Ziel gesetzt, mindestens 10.000 Kinder und Jugendliche in mindestens 500 Workshops zu erreichen. Es freut mich, dass wir mehr als doppelt so viele junge Menschen erreicht haben", so Czernohorszky.

"Kinder und Jugendliche haben Recht auf Mitgestaltung"

Laut Stadt sei die "Werkstadt Junges Wien" das größte Mitmach-Projekt, das es in Wien je gab. In Schulen, Kindergärten, Horten, Jugendzentren und vielen anderen Orten in Wien haben sich von Februar bis April Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis neunzehn Jahren Gedanken über ihre Stadt gemacht und gemeinsam mit Pädagoginnen und Pädagogen Ideen und Vorschläge erarbeitet, wie Wien aus der Perspektive von Kinder und Jugendlichen noch besser werden kann. "In Wien leben über 360.000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre. Sie haben ein Recht darauf, die Zukunft der Stadt mitzugestalten", betont Czernohorszky.

In über 270 Schulstandorten, darunter alle Berufsschulen, 90 Kindergärten, bei über 200 Workshops in Jugendzentren und anderen Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit haben Kinder und Jugendliche bei der "Werkstadt Junges Wien" mitgemacht. Aber auch in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, einer Justizanstalt, im Allgemeinen Krankenhaus, einem Ambulatorium für psychisch kranke Kinder und Jugendliche, in Pflichtschulabschlusskursen, Produktionsschulen und in Kultureinrichtungen wurde an Ideen für Wien "gewerkt". "Mir war wichtig, dass wir die Vielfalt Wiens bei der Werkstadt Junges Wien abbilden. Das ist gelungen", so Czernohorszky.

CommentCreated with Sketch.0 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Vorschläge sollen in Kinder- und Jugendstrategie einfließen

Was läuft gut in Wien, was eher weniger? Was gehört verändert? Das waren die Fragen, die in den hunderten „Werkstätten" bearbeitet wurden. Die Antworten der Kinder und Jugendlichen, ihre Ideen und Vorschläge, werden in den kommenden Wochen ausgewertet.

Die Ergebnisse der "Werkstadt Junges Wien" bilden die Grundlage für die Wiener Kinder- und Jugendstrategie, die Anfang 2020 beschlossen werden soll. Noch vor dem Sommer 2019 werden bereits die wichtigsten Themen und Ziele für die Strategie, die aus den Ergebnissen herausgefiltert werden, präsentiert und den Kindern und Jugendlichen rückgemeldet.

Konferenz der Kinder und Jugendlichen im Herbst

Bis zum Herbst werden die Themen ausformuliert, mit Inhalten und Maßnahmen aus allen Bereichen der Stadt befüllt, und in die Wiener Kinder- und Jugendstrategie gegossen. Noch bevor die fertige Kinder- und Jugendstrategie im Gemeinderat beschlossen wird, wird im Herbst eine "Konferenz der Kinder und Jugendlichen" darüber beraten.

"Von der Befragung bis zur Umsetzung der Kinder- und Jugendstrategie: bei jedem Schritt werden Kinder Jugendliche eingebunden. Die Werkstadt Junges Wien ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern gelebte junge Demokratie", so der Stadtrat. (lok)

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