Die Situation am österreichischen Arbeitsmarkt wird immer prekärer. Im Oktober stieg die Arbeitslosenquote auf 6,7 Prozent. Damit sind 322.805 Österreicher derzeit ohne Stelle.
Sowohl die Zahl der Beschäftigungslosen, sowie jener, die sich in Schulungen befinden, steigt. Im Oktober galten 249.912 Menschen als arbeitslos. Das sind um 14.906 (6,3 Prozent) mehr als im September. Gleichzeitig befinden sich 72.893 Personen in Schulungen, das sind um 11,5 Prozent oder 7.520 Betroffene mehr als im Vormonat. Nach nationaler Definition ist die Arbeitslosenquote um 0,3 Punkte auf 6,7 Prozent gestiegen.
Die Fakten im Detail:
- Die Arbeitslosigkeit bei den Männern (+8%) stieg stärker als bei den Frauen (+4,5%)
- Ältere Menschen (+10,7%) sind vom Anstieg stärker betroffen als Jugendliche (+4%)
- Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt 9,9%, die drittniedrigste Quote im EU-Raum
- Gesunken ist die Zahl der Lehrstellensuchenden um 6,7% auf 5.750 Personen
- Die Zahl der offenen Lehrstellen stieg um 2,4% auf 4.207 Jobs, der beste Wert seit 2001
- In Oberösterreich, Salzburg und Tirol gibt es mehr offene Stellen als Lehrlinge
- Die Quote der Arbeitslosen mit Behinderung stieg um 14,5%
- Um 26,1% stieg die Quote der Langzeitarbeitslosen (mehr als 12 Monate ohne Job). 5637 Menschen sind betroffen.
- Die am meisten vom Anstieg betroffene Berufsgruppe sind Bedienstete im Gesundheits- und Sozialwesen (+13,5%), vor Leiharbeitern (+11,9%) und Bauarbeitern (+8,7%)
- Nach Eurostat-Rechnung hat Österreich trotzdem noch die geringste Arbeitslosenquote in der EU