Während die Schlacht um die vom IS besetzte irakische Stadt Mossul weiter tobt, entdeckten die Befreier jetzt ein riesiges Massengrab im nahegelegenen Khasfa: Die Terroristen exekutierten mindestens 4.000 Menschen und warfen ihre Leichen in ein natürliches Sinkloch.
Horror of Mosul where sinkhole became the biggest mass grave in Iraq
— The Telegraph (@Telegraph)
Einem Journlisten des Daily Telegraph ist es gelungen, die grausige Stelle aufzuspüren und mit Anwohnern zu reden. An einem Tag alleine wurden etwa 2.000 Polizisten und Soldaten getötet und in das Loch geworfen, wird ein Einheimischer namens Mahmoud (40) zitiert: "Sie wurden zu dem Sinkloch gebracht und in den Hinterkopf geschossen."
Ganze Busladungen von jesidischen Männern wurden gefesselt einfach zum Sterben in den Krater geworfen. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch liegen die Leichen von mehr als 4.000 Menschen in dem Loch. Es füllte sich langsam mit Körpern, bis die IS-Terroristen Baucontainer, Beton und Sand darüber verteilten, um die Spuren zu verwischen.
Heute lässt sich das Grauen unter der Oberfläche nur erahnen. Laut Einheimischen, die von zahlreichen Massenexekutionen sprechen, wurden die Namen der Getöteten auf Listen in den örtlichen Moscheen ausgehängt. Auch Mahmoud verlor ein Familienmitglied: Sein Cousin, ein Polizist, wurde bei dem Krater ermordet.