"Heute.at" fuhr mit dem letzten Uber in Wien

Seit Freitag können in Österreich keine Uber-Fahrten mehr gebucht werden. "Heute.at" ließ sich kurz vor Mitternacht durch Wien kutschieren.
Am Donnerstag um knapp 16:00 Uhr flatterte die unerfreuliche E-Mail für Uber-Kunden ins Haus. Ab Mitternacht wurde der Dienst eingestellt, "Heute.at" hat die bislang letzte Fahrt mit dem Taxi-Konkurrenten absolviert.

Um 31 Euro durch Wien



Nach einem feinen Sommerabend samt Grillerei und Bier war weit nach 23 Uhr die einstündige "Reise" aus der Seestadt nach Ottakring und Hernals zu mühsam, automatisch greifen wir zur Uber-App – aber da war doch was!

Es geht sich allerdings aus, eine der letzten Fahrten von Uber in Wien zu absolvieren. Mit einem top gepflegten Toyota Auris holt uns Fahrer Ahmed (Name geändert) ab. Um 31,23 Euro kutschiert er uns zuerst nach Ottakring, dann nach Hernals. Deutlich billiger als mit einem Taxi.

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Es gibt Alternativen



"Wir sind schon alle traurig, dass es jetzt kein Uber mehr gibt, aber so ist das Leben. In unserer WhatsApp-Gruppe reden alle nur noch von der großen Party nach Mitternacht", erzählt Ahmed.

Doch für den Fahrer ist noch lange nicht Schluss: "Nix da! Es sind auch schon sehr viele für 'Bolt' unterwegs, ich sitze sicher noch bis drei, halb vier im Auto – bis ich eben müde werde. Die neue 'Bolt'-App ist eigentlich genau das Gleiche, nur kann man dort mit Bargeld bezahlen. Das bringt gewisse Risiken und Probleme mit sich."

Die wären? "Am Samstag habe ich eine, nennen wir sie 'Botox-Dame', vom Prater Dome nach Hause gebracht. Sie hatte zwar Tausende Euro in ihren Körper investiert, konnte mich aber nicht bezahlen. Dann müssen wir das Geld halt über juristischen Weg reinholen. Das ist mit Kreditkarte einfacher."



Trinkgeld und fünf Sterne



Mittlerweile zeigt die Uhr 23.59 Uhr, Ahmed sagt nur kurz: "Jetzt ist's vorbei!", er macht sich aber keine Sorgen: "In ein, zwei Wochen haben sie bei Uber wieder die nötigen Dokumente eingereicht, dann dürfen wir auch wieder für Sie fahren."

Im 17. Bezirk angekommen gibt's ein letztes Mal eine 5-Sterne-Bewertung und zum krönenden Abschluss fünf Euro Trinkgeld.

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