Ab kommenden Montag dem 17. September wird erhöht der beliebte Fahrtendienstleister Uber im Großraum Wien sowohl den Mindestpreis als auch den Fahrpreis pro Minute. Unter dem neuen Minimum von fünf Euro wird nicht mehr chauffiert.
Zudem soll auch die Pauschale zum Flughafen Wien-Schwechat Geschichte sein – im Gegenzug wird der Mindestpreis für Fahrten bis nach Niederösterreich von 15 auf 8 Euro gesenkt. Und: Wer den bestellten Fahrer warten lässt, muss aber der vierten Minute blechen. Das gab das Unternehmen am heutigen Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.
Um ein Viertel teurer
In einem von Uber selbst gestellten Beispiel kostet etwa eine Fahrt vom Naschmarkt zum Rathaus nun rund 5,40 anstatt der bisher 3,30 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um knapp 64 Prozent.
Abgesehen von den Extrembeispielen: Unterm Strich soll der Fahrtendienst rund in Zukunft um 20 bis 25 Prozent mehr kosten, so das Vorhaben von Uber.
"Wir glauben, dass manche Preise in Wien zu niedrig waren, um für Partner-Firmen und Fahrer nachhaltig zu sein. Also mussten wir etwas ändern, um als langfristiger Partner hier wahrgenommen zu werden", erklärte General Manager für Österreich Steve Salom den neuen Kurs.
No-Sex-Regel
Das Unternehmen reagiert damit auf die Preisdumping-Vorwürfe und den andauernden Rechtsstreit mit Taxi 40100. "Wir haben eine signifikante Anzahl an Partnerunternehmen und somit an Fahrern verloren. Im Moment würde es deutlich mehr Fahrer benötigen, um die Nachfrage zu bedienen", so Salom weiter. Damit wären auch die Wartezeiten erklärt, von denen Kunden in den letzten Wochen häufiger betroffen waren.
Durch die Tariferhöhung sollen auch den Fahrern selbst mehr Verdienst übrig bleiben. Trotz Personalmangel wird nicht jeder, der bei Uber und seinen Partnerunternehmen als Fahrer anheuern will, auch genommen. Gleichzeitig mit der Preiserhöhung will das Unternehmen auch einen neuen "Verhaltenskodex für Partnerfirmen" und neue Community-Richtlinien einführen.
Dazu gehört unter anderem die "No-Sex-Regel", die unter anderem sexuellen Kontakt zwischen Fahrer und Gästen verbieten. Aber auch zu fragen, ob jemand Single sei, oder zu Flirten ist nicht erlaubt. Wer sich nicht daran hält, dessen Zugang zur Uber-App kann dauerhaft gesperrt werden. (red)