Ein Maskierter hat am Dienstagvormittag ein Postamt in Wien-Hietzing überfallen. Der etwa 20- bis 30-jährige Mann kam um 9.53 Uhr in die Filiale in der Hietzinger Hauptstraße 80 und bedrohte einen Angestellten mit einer Pistole mit längerem Lauf.
Er verlangte "nur Hunderter" und bekam daraufhin Bargeld ausgehändigt, das er in eine Eurospar-Plastiktasche steckte. Dann flüchtete er zu Fuß über die Sankt-Veit-Gasse in Richtung Hietzinger Kai/Wiener Straße.
Der Täter wurde als etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß beschrieben. Er war mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert und trug einen stahlblauen bis grauen Kapuzensweater, dessen Kapuze er sich über den Kopf gezogen hatte, eine dunkle Sporthose mit zwei weißen Streifen auf der Seite, dunkle Schuhe sowie Handschuhe.
Dem Angestellten zufolge trug er seine Forderungen in nicht ganz akzentfreiem Deutsch vor. In welche geografische Richtung die Sprachfärbung deutete, vermochte der Überfallene aber nicht anzugeben.
Der Fall weckt wegen der Beschreibung der Waffe Erinnerungen an einen Überfall am Heiligen Abend in der Innenstadt. Am vergangenen Samstag war ebenfalls ein Räuber mit einer schwarzen langläufigen Pistole in das Postamt in der Krugerstraße gekommen und hatte Geld gefordert. Ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen besteht, wusste die Polizei am Dienstag noch nicht.