Österreich

Überflutungen legen das Innviertel lahm

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:33

Ausnahmezustand in Oberösterreich: Der starke Regen der letzten Stunden hat im Innviertel Überflutungen und Hangrutschungen verursacht. Feuerwehren sind im Dauereinsatz.

Ausnahmezustand in Oberösterreich: Der starke Regen der letzten Stunden hat im Innviertel Überflutungen und Hangrutschungen verursacht. Feuerwehren sind im Dauereinsatz.
Land unter: Seit den Nachtstunden hört es im Innviertel nicht mehr auf zu Regnen. In Mattinghofen sind in den letzten zwölf Stunden 105 Liter Regen gefallen, das ist mehr als normalerweise in einem ganzen Monat. Auch in zahlreichen anderen Bezirken kam es zu Überflutungen und Hangrutschungen. Entspannung ist bis jetzt keine in Sicht, möglicherweise hält der Regen sogar bis Donnerstag an.

300 Einsätze seit den Morgenstunden

Hochwasser-Alarm gibt es in Altheim, dort sind seit den Morgenstunden zahlreiche Feuerwehren im Einsatz. 300 Einsätze gab es vor allem in den Bezirken Braunau und Ried. Straßen waren blockiert, Keller überflutet und Bäche traten über die Ufer. Einsatzkräfte raten den Bewohnern von unnötigen Autofahrten ab: "Nur unbedingt nötige Strecken sollten gefahren werden. Vor allem überflutete Bereiche mit Strömungen sind zu meiden, hier besteht Lebensgefahr!" Derzeit ist die Situation immer noch dramatisch, 1800 Einsatzkräfte sind bei 250 Einsätzen beteiligt. In der Landeswarnzentrale gingen bis 16:00 Uhr mehr als 550 Notrufe ein.

Schulfrei in Braunau

Besonders betroffen vom Hochwasser ist der Bezirk Braunau. Zahlreiche Vermurungen, Überflutungen und dadurch mehr als ein Dutzend Strassensperren. "Deswegen bleiben morgen im Bezirk auch die Schulen geschlossen", so Bezirkshauptmann Georg Wojak. Sollten Eltern mangels anderer Betreuungsmöglichkeit ihre Kinder zur Schule bringen wollen, sind die Schulen natürlich geöffnet.

Auch der Zugverkehr ist mittlerweile betroffen. Im Braunau wurde die Innbrücke gesperrt, hier verkehren keine Züge mehr.

Straßensperren im Innviertel:

Aufgrund von Hochwasser sind viele Straßenabschnitte gesperrt, wie z.B.

die B142, Mauerkirchener Straße, zwischen Mauerkirchen und Harterding
die B147, Braunauer Straße, zwischen Burgkirchen und Braunau
die B156, die Lamprechtshausener Straße, zwischen Eggelsberg und Gundertshausen sowie zwischen Furkern und Eggelsberg
die L503, Oberinnviertler Straße, zwischen Schalchen bis Maria Schmollen
die L1025, Engelbachstraße, zwischen Pischelsdorf und Wagenham
die L1032, Feldkirchener Straße, zwischen St. Georgen am Fillmannsbach und Ottenhausen
die L1033, Pischelsdorfer Straße, im Bereich Pischelsdorf
die L1035, Hackenbucher Straße, zwischen Ibm und Hackenbuch
die L1041, Kindstalstraße, zwischen Mattighofen und St. Johann am Walde
die L1054, Moosbachtalstraße, zwischen Mauerkirchen und Höhnhart
die L1057, Aspacher Straße, im Bereich Fraham
die L1062, Leitrachstettetner Straße, im gesamten Verlauf
die L1090, Buchstraße, im Bereich Buch
die L1094, Waghamer Straße, großteils gesperrt
die L1095, Treubacher Straße, zwischen Altheim und Hainschwang
die L1096, Roßbacher Straße,
die L1126, Griesbacher Straße, im Bereich Andorf/Heitzing
sowie die Lochbach Straße im Ortsgebiet Maria Schmolln


Aufgehoben wurde:


die B141, Rieder Straße, zwischen Polling im Innkreis und Altheim


Bahnstrecke Braunau - Simbach gesperrt

Auch in Bayern sind im Raum Simbach viele Straßen nicht befahrbar.

Bei den ÖBB ist die Bahnstrecke zwischen Braunau und Simbach  gesperrt. Wegen den schweren Überflutungen können auch keine Busse fahren.

 

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