Politik

Überhöhte Ausgaben für Internetauftritt

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:45

Im Internet gönnt sich das Hohe Haus Luxus pur! Waren für die Neugestaltung von www.parlament.gv.at ursprünglich 71.000 Euro veranschlagt, stiegen die Kosten im Vorjahr plötzlich auf 500.000 Euro an. "Heute berichtete, der Rechnungshof startete umgehend eine Untersuchung. Am Montag gaben die Prüfer das erschreckende Ergebnis bekannt: Der Relaunch hat 1,92 Millionen Euro Steuergeld verschlungen.

ursprünglich 71.000 Euro veranschlagt, stiegen die Kosten im Vorjahr plötzlich auf 500.000 Euro an. "Heute“ berichtete, der Rechnungshof startete umgehend eine Untersuchung. Am Montag gaben die Prüfer das erschreckende Ergebnis bekannt: Der Relaunch hat 1,92 Millionen Euro Steuergeld verschlungen.

Zwar seien komplexe Vorhaben wie die "Implementierung eines Content-Management-Systems" und einer "Volltext-Suchfunktion" gelungen, die neue Website des Parlaments hätte es aber deutlich billiger geben können – vor allem wegen des mangelnden Projektmanagements.

Teurer als nötig

So machte Nationalratspräsidentin Prammer (SP) allein für das Volltext-Suchsystem 267.000 Euro locker. Das ist um einen Bruchteil des Geldes zu haben. International agierende Konzerne, die via Internet Ticketbuchungen in mehr als zehn Sprachen abwickeln, kommen mit 200.000 bis 300.000 Euro für einen Relaunch aus.

Kritik hagelt es seitens der Gutachter auch für die direkten Vergaben von EDV-Aufträgen statt öffentlicher Ausschreibungen. FP-Generalsekretär Herbert Kickl ortet Verstöße gegen das Vergabegesetz.

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