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Überlebende berichtet: "Sitze flogen herum"

Unermessliche Trauer ... und so viele Tränen! Belgien weint um 22 tote Kinder. Sie starben Dienstagnacht bei einem Busunfall in der Schweiz.
Heute Redaktion
14.09.2021, 03:37

Das Fahrzeug (der Busfahrer war viel zu schnell unterwegs) prallte im Kanton Wallis mit voller Wucht gegen eine Tunnelwand. 28 Menschen starben, darunter 22 Kinder (die meisten wurden nur 12 Jahre alt). Sie sind durch den Aufprall durch das Fahrzeug geschleudert worden, hatten keine Überlebenschance. Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie ein Horrorszenario vor: Der vordere Teil des Busses wurde komplett zusammengeknickt.

Die Karosserie des Fahrzeuges war zerbrochen, Teile der Inneneinrichtung lagen auf der Straße - und überall Leichen und Verletzte. Unter den Toten ist auch der Busfahrer und fünf Erwachsene, nur 24 Schüler kamen mit dem Leben davon. Eine Überlebende (12) schildert am Telefon: "Es wurde plötzlich dunkel, ich spürte einen starken Stoß. Alle Sitze im Bus wurden herausgerissen, flogen um uns herum. Ich wurde nach vorne geschleudert."

"All diese Gesichter starrten mich an"

Das Kind überlebte mit gebrochenen Beinen und Armen. Augenzeugin Marielle (38) war als Erste am Unglücksort. Sie sagt: "Ich konnte nichts tun. Ich sehe noch all diese Gesichter vor mir. Sie starrten mich an. Ich weiß nicht, ob sie tot oder lebendig waren." Der Bus mit den Schulkindern war auf der Heimreise von einem Skikurs in Val d’Anniviers - die Schüler hätten am Mittwochmorgen von ihren Eltern in Belgien in Empfang genommen werden sollen.



+++ 28 Tote bei Busunfall - Ursache bislang unbekannt +++


Doch statt der Kinder erreichte die Angehörigen nur die Horror-Nachricht. Noch am Mittwoch wurden die Eltern in die Schweiz geflogen – dort gehen die Stunden der grausamen Ungewissheit weiter: Viele von ihnen wissen noch gar nicht, ob ihr Kind unter den Lebenden oder unter den Toten ist, denn: Viele Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

Berührende Zeilen

Viele von ihnen sind tot, andere verletzt, die Schulklasse, die in der Schweiz im Bus verunfallte, schrieb jeden Tag einen Ferienblog - samt Fotos. Lesen Sie hier die berührenden Zeilen:

"Liebste Mama, Papa und Jakob. Es ist cool. Das Essen ist sehr lecker. Es funktioniert alles sehr gut beim Skifahren. Aber ich vermisse euch."

"Hallo Mami und Papi. Es ist schön hier.Grüße an Oma und Opa. Bis Mittwoch."

"Hey Mama und Papa. Hier ist es wirklich schön, auch wenn mein iPod nicht funktioniert. Ich muss jetzt Schluss machen, weil ich die letzten Tage genießen will, da es schon fast vorbei ist."

Die Atmosphäre hier sei so wie das Wetter: strahlend, schwärmt eine Begleitperson. "Die Sonne scheint. Die belgischen Boys und Girls aus der sechsten Klasse tun ihr Bestes, um diese Atmosphäre zu halten."

Von Isabella Martens