Überlebensfabrik Familie

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Frank Schirrmacher, der heuer viel zu jung verstorbene deutsche Journalist, bezeichnet die Familie als die "Überlebensfabrik".

Frank Schirrmacher, der heuer viel zu jung verstorbene deutsche Journalist, bezeichnet die Familie als die "Überlebensfabrik".

Er nennt sie sogar "das unvergleichliche Wunder", die "Produktionsstätte des Vertrauens", die "Schicksalsgemeinschaft", deren Wert einem erst so richtig bewusst wird, wenn es ernst und eng wird. In Zeiten der Not, so zeigt Frank Schirrmacher an vielen Beispielen, ist nicht der Sozialstaat das Überlebensnetzwerk, sondern die Familie.

Vom Urnetzwerk ist in diesen Tagen hier in Rom die Rede, von wo ich heute schreibe. Papst Franziskus hat Bischöfe und Experten aus der ganzen Welt eingeladen zusammenzukommen, um gemeinsam hinzuschauen, wie es um die Familie steht. Es ist höchst spannend, die Beiträge aus allen Erdteilen zu hören. Eines zeigt sich überall: Die traditionelle Großfamilie schrumpft weltweit. Das Beziehungsgeflecht von Eltern, Geschwistern, Großeltern, Enkeln, Onkeln, Tanten, Cousins und Cousinen wird in der heutigen Gesellschaft immer dünner. Den Zusammenhalt der Familie kann freilich kein noch so ausgebauter Sozialstaat ersetzen.

Um so wichtiger ist es: Mut zu machen zur Familie! Dank zu sagen an die Familien und ihre unersetzbaren Leistungen! Aber auch hinzuschauen auf die Wunden der Familie. Das ist das Anliegen von Papst Franziskus. Nicht mit dem moralischen Zeigefinger auf das Scheitern von Beziehungen hinweisen, sondern Hoffnung geben, dass Brüche im Leben einer Familie noch nicht das Ende der Liebe bedeuten müssen. Familie hat Zukunft. Sie ist Zukunft.

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