Überraschungen beim Ukraine-Prozess

Bild: Hertel Sabine

Angriff ist eine bewährte Verteidigung. Dr. Wassil N. (77), Erfinder des angeblichen Krebs-Heilmittels "Ukrain" steht in Wien wegen Betrugs vor Gericht. Der Chemiker soll 17.000 abgelaufene Ampullen an Todkranke verkauft haben.

Angriff ist eine bewährte Verteidigung. Dr. Wassil N. (77), Erfinder des angeblichen Krebs-Heilmittels "Ukrain" steht in Wien wegen Betrugs vor Gericht. Der Chemiker soll 17.000 abgelaufene Ampullen an Todkranke verkauft haben.

Zwei Top-Anwälte (Peter Philipp und Adrian Hollaender) verteidigen den Angeklagten. Aber die Offensive erledigt er selbst. Nach einem grundsätzlichen "Nicht schuldig" ("Ukrain verdirbt nicht") zündet er ein Feuerwerk an Überraschungen: Bei seiner Hausdurchsuchung müsse ein Beamter lange Finger gehabt haben: "55.000 Euro sind verschwunden."

Dass sein Wundermittel nie zugelassen wurde, sei erstens schlecht fürs Land: "Österreich sind 1,8 Milliarden Steuergeld entgangen." Und zweitens gemein: "Ein Gutachter wurde mit 780.000 Euro mundtot gemacht." Ihm selbst sei Geld "nicht wichtig". Das überrascht sogar die mitangeklagte Ex-Frau (Polin, blond, 20 Jahre jünger). Sie besitzt 20 Eigentumswohnungen in Wien. Prozess auf März vertagt. 

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