Österreich

Überstunden: Polizist droht Strafe!

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:05

Mit System soll jener Linzer Chefinspektor jahrelang vorgegangen sein, um Bares für Überstunden zu kassieren, die er nie geleistet hat. Um keinen Verdacht aufkommen zu lassen, soll er Radar-Protokolle gefälscht haben. Konkret: Auf dem Papier strafte er Autofahrer, Anzeigen gegen sie gab es aber nie!

Laut Ermittlern ist es bei Verkehrspolizisten üblich, über die verrichtete Arbeit Protokoll zu führen. Beispiel: Wird ein Beamter zum Messen der Geschwindigkeit eingeteilt, muss er darüber Bericht erstatten:

Die Korruptionsjäger ermitteln jetzt in Linz

Wie viele Messungen, wie viele Anzeigen, wie viele Lenker wurden gestraft! Diese Bögen füllte auch der jetzt beschuldigte Abteilungsleiter im Stadtpolizeikommando aus - allerdings:

Anzeigen brachte er fast nie ein. Die internen Ermittler des Landeskriminalamtes und des Bundesamtes für Korruptionsbekämpfung haben daher jetzt leichtes Spiel. Sie müssen die vom Chefinspektor ausgefüllten Protokolle nur mit den von ihm aufgegeben Anzeigen vergleichen - und das können sie Jahre zurück!

Viel schwerer wiegt allerdings der am Montag von Heute exklusiv berichtete Verdacht: Der Polizist soll jahrelang Überstunden verrechnet haben, diese aber nie geleistet haben. Das Landespolizeikommando erfuhr durch eine anonyme Anzeige von den Machenschaften und leitete sofort die Ermittlungen ein.

Dem Beschuldigten droht jetzt eine Strafanzeige sowie ein polizeiinternes Disziplinarverfahren.

Robert Loy

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