Andy und Katya Wedlake wollten ihre Flitterwochen in Montenegro verbringen und trafen frühzeitig am Flughafen Gatwick ein.
Sie hatten ihren easyJet-Flug nach Tivat Monate im Voraus gebucht. Doch bereits beim Online-Check-in kam es zu Problemen.
Vor Ort erfuhren sie, dass ihr Flug überbucht war. Die Airline suchte am Gate nach Freiwilligen, die gegen Entschädigung auf den nächsten Tag umbuchen würden. Letztlich war nur noch ein Platz im Flugzeug frei – das Paar musste sich entscheiden, wer fliegt.
Wie die "TZ" berichtet, bestand das Bodenpersonal darauf, dass entweder Andy oder Katya den letzten Platz nimmt. Andernfalls hätten beide als „No-Show“ gegolten und sämtliche Rechte auf Umbuchung und Entschädigung verloren.
Katya flog daraufhin allein nach Montenegro, Andy blieb zurück. Erst 21 Stunden später konnten sie ihre Flitterwochen gemeinsam fortsetzen.
Ein Sprecher von easyJet erklärte, dass Überbuchungen gelegentlich vorkommen, um die Tarife niedrig zu halten. In der Regel würden Freiwillige gesucht, die gegen eine Entschädigung auf einen späteren Flug ausweichen.
„Obwohl ein Sitzplatz für einen Passagier verfügbar war, bedauern wir, dass in diesem Fall keine Ausnahme gemacht wurde, um für das Paar gemeinsam einen alternativen Flug zu buchen“, so die Airline weiter.
Andy Wedlake erhält laut EU-Fluggastrechten 350 Pfund Entschädigung. Er kritisiert jedoch, dass der finanzielle Ausgleich nicht den Stress, einen verlorenen Urlaubstag und die Trennung von seiner Frau aufwiegt.
Zudem zeigte er Unverständnis dafür, dass easyJet auch auf Strecken mit nur einem täglichen Flug überbucht. Andere Airlines wie Jet2 oder Ryanair verzichten laut Bericht auf diese Praxis.