Wien

Überfall mit Machete: 16-Jähriger in Wien vor Gericht

Ein 16-Jähriger soll mit einem Komplizen ein Geschäft am Rennbahnweg in Wien überfallen haben. Die Angestellten wurden mit Buschmessern bedroht!
Thomas Peterthalner
21.05.2023, 13:03
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"Ich hatte Schulden und musste sie abbezahlen", so ein 16-Jähriger Freitag vor Gericht in Wien. Das brachte den Wiener am 25. Februar 2023 auf eine denkbar schlechte Idee: Gemeinsam mit einem Komplizen überfiel er einen Supermarkt in Wien-Donaustadt. Die beiden Burschen maskierten sich mit Sturmhauben, stürmten kurz vor Geschäftsschluss mit Macheten bewaffnet die Filiale am Rennbahnweg. 

Die Jugendlichen bedrohten die Angestellten mit den Buschmessern, verlangten Bargeld. Im Schock bekam eine Verkäuferin die Kassenlade aber nicht auf. Ein Bursche schlug daraufhin mit dem Messer auf die Kassa ein. Die Angestellte flüchtete in Panik in einen Lagerraum. 

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FFP2-Maske verriet Täter

Ein Zeuge beobachtete die Attacke, rief die Polizei. Dabei passierte dem halbwüchsigen Duo ein folgenschwerer Fehler. Der Angeklagte warf eine FFP2-Maske zu Boden, die er unter der Sturmhaube getragen hatte. Dann flüchteten die Verdächtigen ohne Beute vom Tatort. Die Polizei untersuchte die Maske auf DNA-Spuren und kamen so dem 16-Jährigen auf die Spur. Der war bereits im Jahr 2021 im Alter von 14-Jahren verurteilt worden. Er soll einen Passanten mit einem Klappmesser überfallen haben, seine DNA war in der Datenbank gespeichert worden. Das löste nun schnell den Fall. 

Komplize weiterhin unbekannt

Vor Gericht wollte der 16-Jährige den Namen seines Komplizen nicht nennen. Er gab aber an, nun einen "geraden Weg" gehen zu wollen. Die Zeit in Untersuchungshaft habe ihn geläutert, er wolle eine Lehre beginnen. Wo er die Machete her hatte, verriet er ebenfalls nicht. Der Bursche wurde zu zwei Jahren Haft, davon acht Monate unbedingt, verurteilt. Dazu muss er sich in Bewährungshilfe begeben, der Spruch ist bereits rechtskräftig.