Zwei junge Frauen soll ein bekannter Künstler in seine Döblinger Villa eingeladen haben, dort soll es zu schweren Übergriffen gekommen sein. Für diese Vorfälle aus dem Jahr 2022 wurde der Künstler vergangenen November verurteilt. Doch ein drittes Opfer meldete sich kurz darauf zu Wort.
Miriam N. soll bereits im Jahr 2006 auf die gleiche Weise von dem Künstler missbraucht worden sein. Weil sie lange mit den psychischen Folgen des Übergriffs kämpfte, zeigte sie ihn lange nicht an. Erst als sie von dem aktuellen Gerichtsprozess mitbekommt, meldet sie sich bei einer Beratungsstelle. In der ORF-Sendung "Thema" am 5. Februar um 21.10 Uhr spricht sie über ihre Geschichte.
"Ich habe geweint während des Übergriffs, da hat er mir eine Träne aufgemalt", berichtet Miriam N. Auch sie bewarb sich auf ein Jobinserat des Künstlers, fuhr in seine Döblinger Villa. Dort verhielt sich der Maler übergriffig. Er schob trotz anderer Abmachung ihre Unterhose zur Seite, bemalte ihren Intimbereich, soll er ihr einen Pinsel vaginal eingeführt haben. Die anderen beiden Opfer schildern Jahre später dasselbe Vorgehen.
Aufgrund des Traumas kann sich Miriam N. an viele Details heute nicht mehr erinnern. Sie brachte den Vorfall aus dem Jahr 2006 erst 2023 zur Anzeige. Unterstützung bekam sie dabei von der Beratungsstelle Tamar. Miriam hatte den Vorfall lange verdrängt, redete sich ein, es sei ihre Schuld gewesen, weil sie den Job angenommen hatte.
Bist du Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe!
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Sie leidet dadurch auch bis heute an Depressionen, einer Angststörung, einer Zwangsstörung und einer posttraumatischen Belastungsstörung. Der Künstler, beziehungsweise sein Anwalt, beharren trotz Schuldspruch auf seine Unschuld.