Ein 51-Jähriger aus Braunau verkaufte in Italien drei hochwertige Uhren und Münzen im Wert von 70.000 Euro an einen flüchtigen Bekannten. Als er bemerkte, dass es sich um kopierte 500-Euro-Scheine handelte, waren der Betrüger und ein Komplize schon über alle Berge.
Der Oberösterreicher hatte den Betrüger in einem Onlineportal kennengelernt und diesem Anfang Februar in Italien zwei hochpreisige Armbanduhren verkauft. Der Käufer gewann sein Vertrauen, die beiden hatten fast täglich telefonischen Kontakt.
Vertrauen eiskalt ausgenutzt
Der Bekannte gab schließlich vor, drei weitere Uhren und Münzen kaufen zu wollen. Die beiden Männer trafen sich daraufhin am 23. Februar erneut in Italien. Nach einem kurzen Gespräch gab der Käufer an, das Geschäft im Beisein einer Vertrauensperson vor einem Lokal abwickeln zu wollen.
Ein grauer Kleinwagen fuhr vor, der Lenker blieb im Auto sitzen. Der angebliche Interessent zeigte dem Oberösterreicher das vermeintliche Geld, der gutgläubige 51-Jährige übergab daraufhin wie vereinbart die Wertgegenstände.
Betrüger hatte Fluchtfahrer organisiert
Auf dem Weg zurück zum Lokal gab der angebliche Käufer dem Oberösterreicher rasch das Geld und rannte danach zurück zum Auto. Bevor der Braunauer wusste, wie ihm geschah, hatten sich die Täter schon aus dem Staub gemacht. Bei den vermeintlichen 70.000 Euro handelte es sich um Farbkopien von 500-Euro-Scheinen.