Ukraine: 20 Tote bei Separatistenangriff

Bild: Ivan Sekretarev (AP)

Bei Gefechten zwischen Regierungstruppen und pro-russischen Kräften am Donnerstag sollen mindestens 20 Menschen getötet und mehr als 42 verletzt worden sein. Indes gibts es einen kleinen Silberstreif am Horizont in der Ukraine-Krise: Nach monatelangen Spannungen und Drohgebärden zieht Russland nach Angaben der NATO vom Donnerstag möglicherweise erste Truppen von der Grenze ab. Dadurch werden die Wahlen am Sonntag jedoch nicht einfacher, denn im Osten der Ukraine wird weiter gekämpft.

jedoch nicht einfacher, denn im Osten der Ukraine wird weiter gekämpft.

Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine könnten darauf hindeuten, dass sich einige Einheiten auf einen Abzug vorbereiteten, teilte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen über Twitter mit. "Wir haben gestern Abend eine begrenzte russische Truppenbewegung in der Nähe der ukrainischen Grenze gesehen", sagte Rasmussen nach Angaben eines Bündnissprechers in Montenegro. Dies könne darauf hindeuten, "dass einige dieser Truppen den Rückzug vorbereiten".

Für eine Beurteilung sei es zu früh, aber er hoffe, dass es der Beginn eines vollständigen Abzugs sei. Die meisten Einheiten blieben aber bisher im Grenzgebiet zur Ukraine. "Russland muss seinen internationalen Verpflichtungen gerecht werden, vor allem, weil sich die Ukraine auf wichtige Wahlen vorbereitet", fügte er hinzu.

Putin kündigte Rückzug wiederholt an

Nach Angaben der NATO hat Russland zwischen 35.000 und 40.000 Soldaten im Grenzgebiet zur Ukraine stationiert. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte wiederholt angekündigt, die Truppen aus dem Gebiet zurückzuziehen. Bisher hatte die NATO stets erklärt, dass sie für einen solchen Schritt keine Anhaltspunkte habe.

Im Osten des Landes fanden unterdessen neue Gefechte zwischen Regierungstruppen und pro-russischen Kräften, bei denen mindestens acht Soldaten getötet und 18 weitere Mitglieder der Sicherheitskräfte verletzt wurden. Moskautreue Kämpfer hätten nahe Wolnowacha etwa 60 Kilometer südlich der Gebietshauptstadt Donezk einen Kontrollposten angegriffen, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Zuvor hatte der gewöhnlich gut informierte Militärexperte Dmitri Tymtschuk auf Facebook über die Kämpfe berichtet.

Kiew bestätigte die Gefechte, wobei nach Angaben des Sprechers der "Anti-Terroristen-Operation", Vladyslav Selezinov, ein Mann getötet und vier verwundet wurden. Bei einem Wechsel des Truppenstandorts der ukrainischen Kräfte hätten die "Terroristen" das Feuer eröffnet. Zudem gab es eine Explosion, so Selezinov in einer Telefonschaltung in Kiew vor Journalisten.

Schwere Angriffe von Separatisten

Der Donnerstag stand jedoch einmal mehr im Zeichen von Kämpfen. Die Gefechte hätten sich nahe Wolnowacha etwa 60 Kilometer südlich von Donezk ereignet, sagte Separatistenführer Wladimir Makowitsch von der selbst ernannten "Volksrepublik Donezk" nach Angaben der Agentur Interfax.

Regierungsnahe Quellen in Kiew hatten zuvor berichtet, dass in Wolnowacha neun Soldaten erschossen und 17 verwundet worden seien. Es ist damit der blutigste Tag für die Streitkräfte seit Beginn ihrer Offensive gegen die pro-russischen Rebellen im April.

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