Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio wurde weltweit übertragen. Auch nach Südkorea, wo man den Zuschauern typische Bilder der teilnehmenden Länder zeigen wollte. Die Auswahl sei nicht immer passend gewesen, lautet das Urteil in den sozialen Medien.
Beim südkoreanischen TV-Sender MBC wollte man nicht nur Live-Bilder zeigen, sondern Wissen vermitteln, insbesondere beim Einmarsch der Sportlerinnen und Sportler.
Bei jedem Land wurde daher nicht nur das Bruttoinlandsprodukt, sondern auch die Impfquote erwähnt. Zudem zeigte MBC für jede Nation typische Fotos, bei deren Auswahl aber nicht immer ein glückliches Händchen bewiesen wurde.
Für Italien bediente man sich klischeehaft einer Pizza und für Norwegen gab es einen Lachs. Fragwürdiger war die Bildauswahl für Haiti, wo man die Aufstände nach der Ermordung des Präsidenten Jovenel Moïse wählte. Interessant auch die Ukraine: Dort entschied man sich für ein Bild von Tschernobyl, wo sich vor 35 Jahren das verheerende Reaktorunglück ereignete.
Mit welchem Bild Österreich vorgestellt wurde, ist leider nicht bekannt.
Ein koreanischer Twitter-User entschuldigt sich stellvertretend für den TV-Kanal: "Es tut mir unendlich leid. Das ist peinlich. MBC sollte sich entschuldigen und die dafür zuständige Person zur Rechenschaft ziehen."
Eine Entschuldigung des Senders folgte gemäß "Bild" dann auch später: "In der heutigen Übertragung der Eröffnungszeremonie wurden bei der Vorstellung von Ländern wie der Ukraine und Haiti unangemessene Fotos verwendet. Wir entschuldigen uns bei den Zuschauerinnen und Zuschauern der Ukraine und anderer Länder."