Bei neuen Gefechten in der Ostukraine sind Freitagfrüh wieder mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Bei vier der Toten in der Nähe des Dorfes Karliwka handelt es sich um prorussische Kämpfer. Am Donnerstag hatte die ukrainische Armee schwere Verluste hinnehmen müssen.
Bei dem Gemetzel sollen die Separatisten automatische Waffen, Scharfschützen und Granatwerfer eingesetzt haben.
Am 17 Regierungssoldaten gefallen.
Präsidentenwahl am Sonntag
Die Freischärler wollen in einigen Städten in den Regionen Donezk und Lugansk die boykottieren. Mitarbeiter von Wahlkommissionen sind mittlerweile entführt worden, Bürger werden eingeschüchtert, Wahllokale attackiert. 55.000 ukrainische Sicherheitskräfte sollen den Urnengang überwachen.
Kiew hat zuletzt das Wahlgesetz reformiert, damit das Ergebnis trotzdem anerkannt werden kann, auch wenn zahlreiche Wahlberechtigte nicht zur Urne schreiten. Der Favorit bei der Präsidentenwahl, Schokokönig Petro Poroschenko, will als eine seiner ersten Amtshandlungen das Parlament auflösen und Neuwahlen ansetzen.
Russland will komplett abziehen
Entspannungssignale kommen aus Russland. Moskau hat am Freitag den vollständigen Abzug seiner an der ukrainischen Grenze stationierten Truppen angekündigt. "Innerhalb von wenigen Tagen" sollen "100 Prozent" der Einheiten zurückgeholt werden. Ähnliche Ankündigungen hat es , die NATO konnte den tatsächlichen Abmarsch bislang aber nie bestätigen.