Österreich

"Ukraine-Kinder fürchten täglich Todesmeldung von Papa"

In Gleichenberg (Stmk.) kamen viele Flüchtlinge aus der Ukraine an, darunter dutzende Kinder. Viele Väter kämpfen im Krieg, könnten jederzeit fallen.
Christian Tomsits
16.03.2022, 16:58

Seit voriger Woche wurden die Flüchtlinge dank örtlicher Initiativen und Kontakte mit Bussen von der polnischen Grenze abgeholt. Am Hinweg wurden Hilfspakete überbracht, am Rückweg verzweifelte Flüchtlinge mitgenommen, erklärte Gemeinderätin und Koordinatorin Maria Anna Müller-Triebl im "Heute"-Gespräch. Die Kirche und die Caritas wären eine große Hilfe.

Nach der Ankunft gab es Nudeln

Dutzende Frauen seien mit ihren Kindern bereits in der Pfarre, bei den vielen Helfern und freiwilligen Familien aus dem Ort untergebracht.

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Die Gastgeber tischten ihren erschöpften Neuankömmlingen gleich eine große Portion Spaghetti auf, wie ein rührendes Bild zeigte. Die Freude darüber war bei allen riesig. Doch das Trauma der furchtbaren Kriegserlebnisse sitzt den Geflüchteten noch tief in den Knochen. Obwohl sie sich nun in Sicherheit befinden, seien sie in ständiger Sorge um ihre Ehemänner und Väter, die in den meisten Fällen nicht ausreisen durften und als Soldaten an der Front gegen den Feind ankämpfen müssen.

"Kinder fürchten Todesnachricht"

"Die Kinder fürchten sich jeden Tag vor einem Anruf mit einer Todesnachricht von ihrem Papa", schildert Maria Anna Müller-Triebl eindrücklich die belastende Lage. Daher soll nun ein Kriseninterventions-Team Flüchtlinge und Gastgeber gleichsam für den Fall zur Verfügung stehen und unterstützen. "Es ist leider wahrscheinlich, dass so etwas bald passieren wird", gibt sie sich keinen Illusionen hin.

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Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Während sich die meisten Ankömmlinge erst erholen müssen, besuchen schon einige Kinder die Tourismusschule, erzählt sie stolz.