Ukraine

Ukraine meldet 40.000 getötete russische Soldaten

Fast 40.000 russische Soldaten sind seit Kriegsbeginn getötet worden. Diese Zahl vermeldete Wolodimir Selenski in seiner täglichen Videoansprache.

Russische Raketen zerstörten ein Wohnviertel in Odessa.
Russische Raketen zerstörten ein Wohnviertel in Odessa.
REUTERS

Auch der "Kyiv Independent" veröffentlichte die Zahlen der getöteten russischen Soldaten mit Bezug auf Informationen der ukrainischen Armee. Tausende russische Panzer und Autos und hunderte Flugzeuge und Artilleriesysteme seien demnach ebenfalls seit Kriegsbeginn zerstört worden. Die russische Führung veröffentliche keine Zahlen mehr über die eigenen Gefallenen, so Selenski. Daher sei es wichtig, diese Zahlen an die Gesellschaft in Russland weiterzugeben.

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    Immer wieder gibt es Gerüchte über schwere Erkrankungen von Wladimir Putin. Nun heißt es, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben würde.
    Immer wieder gibt es Gerüchte über schwere Erkrankungen von Wladimir Putin. Nun heißt es, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben würde.
    via REUTERS

    In seiner Ansprache forderte Selenski den Westen zudem erneut auf, auf die bevorstehende Drosselung der russischen Gaslieferungen mit Sanktionen gegen Moskau zu reagieren. "Denn allen ist klar, dass dies ein bewusster Preisterror Russlands gegen Europa ist", sagte Selenski. Mithilfe von Gazprom tue Moskau alles, um diesen Winter für die europäischen Länder zum härtesten in der Geschichte zu machen, meinte Selenski.

    Russland meldet Eroberung des größten Kohlekraftwerks

    Im ostukrainischen Gebiet Donezk haben die russischen Truppen nach eigenen Angaben bei Switlodarsk das größte Kohlekraftwerk der Ukraine unter ihre Kontrolle gebracht. Am Dienstag meldeten Medien der Donezker Separatisten bereits die Eroberung. Bilder sollten die Präsenz russischer Söldner der sogenannten Wagner-Gruppe vor dem Verwaltungsgebäude belegen. Anderen Berichten nach dauerten jedoch die seit Ende Mai währenden Kämpfe um das Kraftwerksgelände weiter an. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen.

    Der ukrainische Generalstab erwähnte das Kraftwerk in seinem abendlichen Lagebericht nicht mehr. Stattdessen berichtete die Militärführung nur noch von Kämpfen um das etwas westlicher gelegene Semyhirja. Im Morgenbericht war noch von Luftangriffen auf ukrainische Positionen auf dem Kraftwerksgelände die Rede.

    Östlich der Linie von Siwersk über Soledar nach Bachmut seien hingegen russische Angriffe erfolgreich abgewehrt worden, teilte der Generalstab mit. Auch von anderen Frontabschnitten im Donezker und dem benachbarten Charkiwer Gebiet wurde über erfolgreiche Abwehrkämpfe berichtet. Russische Truppen beschossen demnach weiter Dutzende Orte mit Artillerie und die russische Luftwaffe flog Angriffe.