Nach dem Abschuss einer Militärmaschine durch Separatisten im Osten der Ukraine hat Präsident Petro Poroschenko Vergeltung für die 50 toten Soldaten angekündigt. Die Tat sei ein "zynischer Akt des Terrors, der bestraft wird", so Poroschenko am Samstag.
Nach dem Abschuss einer Militärmaschine durch Separatisten im Osten der Ukraine hat Präsident Petro Poroschenko Vergeltung für die 50 toten Soldaten angekündigt. Die Tat sei ein "zynischer Akt des Terrors, der bestraft wird", so Poroschenko am Samstag.
"Die Terroristen werden die angemessene Antwort erhalten." Poroschenko versammelte die Sicherheitschefs zwecks Planung der weiteren Schritte. Zudem rief er für Sonntag eine Staatstrauer aus.
Abwehrraketen im Einsatz
Das ukrainische Militärflugzeug war in der Früh beim Landeanflug auf Luhansk abgeschossen worden, die 49 Soldaten an Bord sind umgekommen. Die Rebellen hatten die Transportmaschine vom Typ Iljuschin IL-76 mit Abwehrraketen vom Typ Zenit und großkalibrigen Maschinengewehren attackiert. Die Soldaten in der Maschine waren zur Ablösung nach Lugansk gekommen. Der Generalstab hat den Familien der Toten sein Beileid ausgesprochen.
In Lugansk und Umgebung gehen Regierungstruppen seit Wochen gegen Aufständische vor, die dort eine "Volksrepublik Lugansk" ausgerufen haben. Eine solche gibt es auch in Donezk. Zuletzt hat es geheißen, die Regionen hätten sich zu "Neu-Russland" zusammengeschlossen.
Kampfjet ebenfalls erwischt?
Aber auch in Mariupol und Donezk ist es am Samstag wieder zu schweren Gefechten gekommen. Die Aufständischen sind teilweise mit Granatwerfern zugange. Die Freischärler sollen unterdessen auch einen Kampfjet vom Typ Suchoi Su-25 abgeschossen haben. Dazu gibt es aber noch keine Bestätigung.
Abgesehen davon, dass eigentlich eine in die Ukraine eingedrungen sein und viceversa. Der Wahrheitsgehalt dieser Vorwürfe lässt sich noch nicht bestimmen.
Videobeweise für Waffenlieferungen
Die Ukraine und die USA werfen Russland weiters vor, die Separatisten in den vergangenen Tagen mit Waffen, Panzern und Raketenwerfern ausgestattet zu haben. Moskau bestreitet das. Washington spricht von Videobeweisen, in denen zu sehen ist, wie Panzer russische Militäranlagen verlassen und anschließend durch Städte in der Ukraine rollen.
Die um eine Lösung der Krise haben bislang nicht gefruchtet.