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Ukraine: Regierung bestätigt Abschuss von Militärflu...

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:27

Die ukrainische Regierung hat den Abschuss eines Militärflugzeuges über der Ostukraine am Montag bestätigt. Das Transportflugzeug sei von einer Rakete getroffen worden, die "wahrscheinlich" von russischen Territorium aus abgeschossen worden sei, teilte das Verteidigungsministerium auf der Internetseite des Präsidialamtes mit.

Die ukrainische Regierung hat den Abschuss eines Militärflugzeuges über der Ostukraine am Montag bestätigt. Das Transportflugzeug sei von einer Rakete getroffen worden, die "wahrscheinlich" von russischen Territorium aus abgeschossen worden sei, teilte das Verteidigungsministerium auf der Internetseite des Präsidialamtes mit.

Zuvor hatten bereits pro-russische Separatisten von dem Abschuss berichtet. Vor dem Aufprall der Transportmaschine auf dem Boden seien drei Fallschirme am Himmel gesichtet worden, das Gebiet werde nun nach Überlebenden abgesucht, erklärten sie.

Vonseiten der ukrainischen Armee hieß es am Nachmittag, man sei bereits in Kontakt mit "einigen" Mitgliedern der Crew. Informationen über etwaige Todesopfer oder Verletzte gab es nicht.

Russische Offiziere kämpfen mit Rebellen

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko wirft Russland eine direkte Beteiligung an den Gefechten im Osten seines Landes vor. Offiziere der russischen Armee sollen dort zusammen mit den Separatisten kämpfen. Außerdem soll zuletzt ein neues russisches Raketensystem eingesetzt und ein Transportflugzeug abgeschossen worden sein. 

Ein Konvoi bewaffneter Fahrzeuge soll von Russland aus die Grenze überquert haben. Militärisches Gerät soll den Rebellen gebracht worden sein, sagt Poroschenko. Demnächst will er ausländischen Diplomaten Beweise dafür vorlegen. Bei dem abgeschossenen Flieger handelt es sich um eine Antonow AN-26, sie kann bis zu 30 Fallschirmjäger bzw. 40 Personen an Bord nehmen. Über den Verbleib der Besatzung ist nichts bekannt.

Wieder 30 Leichen

Am Sonntag waren bei Luftschlägen durch ukrainische Streitkräfte offenbar 30 prorussische Kämpfer ums Leben gekommen. Die Militärs hatten den Ort Aleksandrowka beschossen. Das Verteidigungsministerium in Kiew bestätigte fünf Luftangriffe: "Der Feind hat bedeutende Verluste erlitten." Die Rebellen wichen aber nicht zurück. Sie teilten mit, dass alle Angriffe abgewehrt worden seien. Die Separatisten berichteten auch von Kämpfen in .

Immer mehr Ukrainer fliehen über die Grenze nach Russland. Über 30.000 Menschen haben inzwischen den oder zeitweiliges politisches Asyl beantragt.

Russland überlegt offiziell Gegenschlag

Die Regierung in Moskau erwägt militärische Gegenschläge, nachdem ein russischer Staatsbürger in einem Grenzort auf russischer Seite durch ukrainische Geschosse getötet worden war. Die Ukraine bestreitet, dass ihre Soldaten geschossen hätten.

Janukowitsch klagt EU

Der ukrainische Ex-Präsident Viktor Janukowitsch hat unterdessen die gegen ihn verhängten EU-Sanktionen vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg angefochten - genauso wie seine Söhne. Die Familie wirft Brüssel vor, man sei nur deshalb gegen sie vorgegangen, um die Ukraine enger an die Union binden zu können. Dabei sei Janukowitsch als "demokratisch gewählter" Präsident im Wege gewesen. Mit der Verhängung der Sanktionen habe man gegen EU-Recht verstoßen.

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