FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kritisiert im Zusammenhang mit der Krim-Krise die "bedingungslose EU-Hörigkeit von SPÖ und ÖVP". "Das Verhalten der Bundesregierung ist mit der immerwährenden Neutralität nicht vereinbar", so Strache.
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kritisiert im Zusammenhang mit der Krim-Krise die "bedingungslose EU-Hörigkeit von SPÖ und ÖVP". "Das Verhalten der Bundesregierung ist mit der immerwährenden Neutralität nicht vereinbar", so Strache.
. Er hat sich vor allem auf ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz eingeschossen und dessen Neutralität in Frage gestellt.
"Dass der Putsch gegen eine gewählte Regierung für die EU samt der österreichischen Außenpolitik quasi völlig unhinterfragt legitim sei, ein demokratisches Referendum jedoch international angeprangert werde, sei zumindest erstaunlich und keinesfalls schlüssig, wenn es wirklich um demokratische Werte gehen sollte", meint Strache.
"Entsetzt" wegen Sanktionen
Überdies zeigt sich Strache "entsetzt über den leichtfertigen Umgang" der österreichischen Bundesregierung mit Sanktionsandrohungen gegenüber Russland, weil Österreich schließlich starke wirtschaftliche Verflechtung mit Russland habe.
Russland als Nachbar
Der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer sagt, die Europäische Union könne an einem Kalten Krieg mit Russland kein Interesse haben. "Russland ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftspartner vieler Mitgliedstaaten, sondern auch ein Nachbar der EU. Brüssel darf deshalb wegen der Krim-Krise nicht alle Brücken zu Moskau abbrechen", betont Mölzer.
Zum Referendum auf der Krim meint der EU-Mandatar, dass es, wenn es auch nicht westlichen Maßstäben entspräche, doch den Willen der Mehrheit der Bevölkerung zweifelsfrei wiedergäbe.