Österreich

Ukrainer wird in Wien Kugel aus Auge operiert

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:19

Zwei bei den Kämpfen in der Ukraine verwundete Personen werden am Mittwoch für Operationen nach Wien gebracht. Das Außenministerium hat über das Rote Kreuz Hilfe angeboten, nun wird erstmals davon Gebrauch gemacht.

Am Dienstag wurden sie bei den verletzt, am Mittwochnachmittag trafen die beiden Ukrainer in Wien ein. Hier sollen sie an den Augen operiert werden. Das Außenministerium hat über das Rote Kreuz Hilfe angeboten, nun wird erstmals davon Gebrauch gemacht.

Bei friedlichen Protesten am Kiewer Unabhängigkeitsplatz wurden der 32-jährige und der 39-jährige Mann von Spezialeinheiten angeschossen. Bei einem steckt die Kugel noch im Auge, der andere wurde an der Linse verletzt.

 

AUA zahlt Flug, Wien zahlt Behandlung

Das Rote Kreuz hat Kontakt zu ukrainischen Freiwilligen in Wien hergestellt, die den Patienten während ihres Aufenthalts in Österreich zur Seite stehen werden. Die Kosten übernimmt die Stadt Wien, für den Flug kommt die Austrian Airlines auf. Wie lang die beiden in Wien bleiben müssen, kann erst nach der Operation gesagt werden.
Die Österreichische Botschaft in Kiew hat sämtliche Visaformalitäten für die verwundeten Personen erledigt. Diese verfügen über keine internationalen Reisedokumente. Die AUA hat sich aber dennoch zum Transport bereit erklärt. Das österreichische Rote Kreuz hatte den Partnerorganisationen in der Ukraine in Absprache mit dem Außenamt angeboten, in schweren medizinischen Fällen eine Behandlung in Österreich zu ermöglichen.

Einreiseerleichterungen für Studenten und NGOs

Österreich hat der Ukraine darüber hinaus weitere Unterstützung angeboten. So soll es Einreiseerleichterungen für Studenten und Nicht-Regierungs-Organisationen geben, außerdem sollen österreichische Rechtsexperten bei der Justizreform in der Ukraine helfen. Darüber hinaus setzt sich Österreich für ein wirtschaftliches Unterstützungspaket für die von der Staatspleite bedrohte Ex-Sowjetrepublik ein.

- denn erst dann soll es eine neue Übergangsregierung geben.

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