Ulrich Tukur droht mit Ausstieg

"Tatort"-Star Ulrich Tukur wehrt sich gegen eine Zensur von Seiten der ARD und droht sogar mit seinem Ausstieg aus der Erfolgs-Krimiserie.

Seit sieben Jahren spielt Ulrich Tukur den "Tatort"-Fahnder Felix Murot. Nun äußerte sich der Schauspieler zu den abgekündigten Eingriffen beim "Tatort" von Seiten der ARD: "Jede Zensur an meinem Tatort ist inakzeptabel", so der 60-Jährige.

"Man muss auch mal kauen"

"Wer den Zuschauern ständig Brei vorsetzt, riskiert, dass sie ihre Zähne verlieren. Man muss auch mal kauen! Sonst verreckt das Format an sich selbst", äußerte sich Tukur gegenüber der "Bild am Sonntag" über die Ankündigung der ARD, künftig nur noch zwei experimentelle "Tatorte" pro Jahr zuzulassen.

Wagemutige, unkonventionelle Redakteure

Denn: Der Wiesbadener "Tatort" gilt als besonders experimentierfreudig. Er habe mit dem Hessischen Rundfunk das große Glück, einen verständnisvollen Intendanten und sehr wagemutige und unkonventionelle Redakteure an seiner Seite zu haben, die zuallererst gute Filme machen wollten, bekundete Tukur weiter.

ARD will "Experimente" einschränken

Im Herbst hatte der ARD erklärt, Experimente beim "Tatort" wieder einzuschränken. Er könne die Sorge des Senders zwar ein "bisschen" nachvollziehen, denn in letzter Zeit hätten die Experimente "wirklich überhandgenommen", dennoch sei es wichtig auch mal etwas zu wagen. Wichtig ist dem Schauspieler, dass der "Tatort" spannend bleibt.

"In dem Moment, wo ein überzeugendes Drehbuch aus senderpolitischen Gründen abgelehnt oder massiv verändert wird, steige ich aus." Das ist eine mehr als klare Ansage an den Sender. Bleibt zu hoffen, dass der ARD da mitzieht. (HH)

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