Österreich

Ulrichsbergtreffen heuer nach Pörtschach verlegt

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:21

Das umstrittene Ulrichsbergtreffen am 17. September 2013 findet nicht bei der Gedenkstätte am Ulrichsberg sondern am Fuß des Berges in Pörtschach am Berg (Bezirk Klagenfurt-Land) statt. Wie die "Kleine Zeitung" (Samstagsausgabe) berichtete, soll der Grund für die Verlegung der schlechte Zustand der Straße sein.

Das umstrittene Ulrichsbergtreffen am 17. September 2013 findet nicht bei der Gedenkstätte am Ulrichsberg sondern am Fuß des Berges in Pörtschach am Berg (Bezirk Klagenfurt-Land) statt. Wie die "Kleine Zeitung" (Samstagsausgabe) berichtete, soll der Grund für die Verlegung der schlechte Zustand der Straße sein.

Alte Besucher würden den Fußmarsch hinauf nicht schaffen. Nicht nur um die Kräfte der Teilnehmer, auch um die Finanzen der Veranstaltung dürfte es schlecht stehen. Die Ulrichsberggemeinschaft hat für 2013 bis dato keine Förderung des Landes erhalten, wie eine Sprecherin von Kulturlandesrat Wolfgang Waldner (ÖVP) bestätigte.

Gesetzlich sei lediglich festgelegt, dass die Heimatverbände eine Basisförderung bekommen. Wie hoch diese sei bzw. wie oft sie gezahlt werde, ist aber nicht geregelt. Waldner fordert eine offizielle, schriftliche Distanzierung der Gemeinschaft vom NS-Gedankengut, bevor es wieder eine Subvention gibt.

Auch Klagenfurt dreht Geldhahn zu

Laut "Kleine Zeitung" zahlt auch die Stadt Klagenfurt nichts mehr für das Treffen, lediglich ein Büro wird der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Angeblich mussten die vier Ehrenpräsidenten der Ulrichsberggemeinschaft privat je 1.000 Euro vorstrecken, um die Feier überhaupt zu ermöglichen.

Das "Heimkehrertreffen" am Ulrichsberg gilt als Veranstaltung, bei der sich auch rechtsextrem und neonazistisch Gesinnte einfinden. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet. 2012 sorgte die Auswahl des Festredners für einigen Wirbel: Herbert Belschan von Mildenburg, ein ehemaliges Mitglied der Waffen-SS.

Festredner am 17. September soll der Obmann der Ulrichsberggemeinschaft Hermann Candussi selbst sein.

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